In Österreich sorgte „Das Kanu des Manitu“ mit rund 70 Prozent aller am vergangenen Wochenende gelösten Tickets fast im Alleingang dafür, die (schlechten) Zahlen der Vorwoche mehr als zu verdreifachen. Mit insgesamt rund 167.000 Besuchen schaffte der Komödienhit bei den Nachbarn den bislang besten Start des Jahres überhaupt – da kann man schon einmal darüber hinwegsehen, dass kein anderer Film auch nur fünfstellige Besuchszahlen schaffte.

FAST FACTS
• Top-Wochenende in Österreich mit gut 196.000 Besuchen und 2,28 Mio. Euro Umsatz
• „Das Kanu des Manitu“ schaffte seit Start knapp 167.000 Tickets und 1,98 Mio. Euro Umsatz – und legte den besten Start des laufenden Jahres überhaupt hin
• Auf Michael Bully Herbigs Komödienhit entfielen am reinen Wochenende fast 70 Prozent aller Besuche
• Kein weiterer Titel schaffte am reinen Wochenende wenigstens fünfstellige Besuchszahlen
• Anders als in Deutschland war das Wochenende stärker als das Vergleichswochenende 2024
• Top-20-Starts gelangen noch „Bring Her Back“ (Rang 9); „Die Farben der Zeit“ (Rang 11) und „Sirat“ (Rang 19)
Was für ein furioses Startwochenende – und was für ein Triumph im Nachbarland! Zum Start hat „Das Kanu des Manitu“ in Österreich am reinen dreitägigen Wochenende fast 136.000 Besuche und über 1,6 Mio. Euro Boxoffice gezählt, inklusive des Vorstarts sind es knapp 167.000 verkaufte Tickets und 1,98 Mio. Euro Einspiel. Der Start in Deutschland war super, dieser ist im Verhältnis sogar noch stärker. Was allerdings auch nicht verwundert; schließlich gilt hierzulande nicht umsonst der Süden der Republik als besondere Bastion für den Film. Unter dem Strich war es in Österreich der bislang beste Start des laufenden Jahres überhaupt!
Insgesamt wurden laut der FilmSource-Auswertung von Comscore an diesem Wochenende gut 196.000 Tickets in Österreich gelöst und fast 2,28 Mio. Euro umgesetzt. Die schlechten Zahlen der Vorwoche wurden damit mehr als verdreifacht; nach Besuch ging es um über 235 Prozent nach oben; nach Ticketumsatz um mehr als 224 Prozent. Ganz anders als in Deutschland – wo man gegenüber 2024 weiter an Boden verlor und nun auch den Umsatzvorsprung eingebüßt hat (!) – war das Wochenende auch deutlich stärker als das Vergleichswochenende des Vorjahres (gut 131.000 Besuche; 1,54 Mio. Euro Umsatz).
Im laufenden Jahr steht der österreichische Markt bei gut 6,7 Mio. Besuchen und 73,1 Mio. Euro Umsatz; gegenüber 2024 liegt man um 2,9 bzw. 5,9 Prozent vorne. Auf 2023 fehlen allerdings rund 1,2 Mio. Besuche – was aber immer noch einen geringen prozentualen Abstand als in Deutschland darstellt, wo rund 10,6 Mio. Besuche auf 2023 fehlen.
An einem Wochenende, an dem rund 70 Prozent der Besuche auf den Spitzenreiter entfielen, gibt es von anderen Neustarts nicht übermäßig viel Positives zu berichten: „Bring Her Back“ debütierte mit knapp 2400 Besuchen und 27.500 Euro am reinen Wochenende auf Platz 9 (gesamt knapp 2900 Besuche); „Die Farben der Zeit“ schaffte mit knapp 2300 Tickets und knapp 24.500 Euro Rang 11 (gesamt waren es gut 2500 Tickets und 27.000 Euro). Gerade noch in die Top 20 gelangte auf Rang 19 „Sirat“ mit gut 950 Besuchen und knapp 9000 Euro Umsatz (gut 1150 und 10.900 Euro gesamt).
Erfreulich fiel die Entwicklung zahlreicher Bestandstitel aus, wobei vor allem Familienfilme vom kinofreundlicheren Wetter zu profitieren wussten. Auf Platz 15 legte „Heidi – Die Legende vom Luchs“ um über 169 Prozent nach Besuchen (knapp 1700) zu, „Grand Prix of Europe“ schaffte einen Zuwachs von über 152 Prozent auf Rang 12 mit 2100 Besuchen – und „Die Schlümpfe – Der große Kinofilm“ konnte auf Rang 6 um gut 69 Prozent zulegen; gut 4800 Tickets waren es diesmal.
Kaum gegenüber der Vorwoche verloren hat der Zweitplatzierte „Weapons“, der nur um neun Prozent nachgab und um knapp 7500 Besuche auf knapp 25.000 erhöhte. „Die Nackte Kanone“ hielt sich mit einem Minus von 21,5 Prozent auch recht solide; gut 6600 Besuche schraubten das laufende Ergebnis auf gut 68.000. Auf Platz 4 konnte auch „Freakier Friday“ mit einem ausgezeichneten Hold punkten, gut 5300 Besuche bedeuteten einen Rückgang um nur knapp neun Prozent, 20.000 Besuche sind geschafft. Und auf Position 5 arbeitet „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ mit gut 3700 weiteren Besuchen und einem Rückgang um 22 Prozent weiter daran, einen Hit aus eigenem Hause auch nach Besuchen noch zu überholen. Im Duell Saurier gegen Drachen steht es 238.000 zu 240.500 gelösten Tickets; nach Umsatz hat „Jurassic World“ die Nase vorne.
Die mit Abstand größten Rückgänge innerhalb der Top 15 verzeichneten übrigens zwei Superheldenfilme, die beide in Österreich (und Deutschland) nicht recht abhoben: „The Fantastic Four“ büßte knapp 30 Prozent ein, „Superman“ gut 36 Prozent.