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Boxoffice Österreich: Pumuckl und das große Publikumsverständnis


Ein gewisser Push für das Horror-Genre war am Halloween-Wochenende auch in Österreich zu erkennen. Mit den vordersten Chartpositionen hatte Hollywood aber erneut nur ausgesprochen wenig zu schaffen. Stattdessen konnte wieder einmal eine deutsche Produktion auch bei den Nachbarn an die Spitze stürmen – und das im direkten Vergleich sogar mit noch besseren Zahlen als hierzulande.

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„Pumuckl und das große Missverständnis“ von Marcus H. Rosenmüller (Credit: Constantin Film)

Ehrlich gesagt bin ich ad hoc gar nicht sicher, ob ein solcher Vergleich irgendwelche Befindlichkeiten berührt. Aber zumindest, was die Filmpräferenzen anbelangt, stehen die Österreicher den Bayern ausgesprochen nahe. Oder um es anders zu formulieren: Werke, die besonders „bayernlastig“ sind – wie zuletzt etwa „Das Kanu des Manitu“ – können bei den Nachbarn Zahlen schreiben, die im Vergleich stärker als der bundesweite Schnitt sind. Siehe „Manitu“, der in Deutschland nun bei tollen 4,85 Mio. Besuchen steht. In Österreich, das nur über rund ein Neuntel der hiesigen Bevölkerung verfügt, sind es nun über 860.000 (Platz 7 am zwölften Wochenende, noch einmal knapp 8500 Besuche).

Ganz ähnlich verhält es sich nun auch bei „Pumuckl und das große Missverständnis“. Schon der Start in Deutschland (gut 265.000 inkl. Previews) war großartig, das österreichische Ergebnis setzt aber noch einen drauf: Gut 32.000 Besuche und knapp 312.000 Euro am reinen Wochenende, über 68.000 Besuche und 652.000 Euro inklusive Vorstart. Eine Spitzenleistung, die natürlich von den Preisaktionen zu Monatsbeginn gestützt wurde, die vor allem den Familientiteln eine tendenziell bessere Entwicklung als dem Rest des Feldes bescherten.

Ausnahme waren zu Halloween natürlich die Horrortitel, auch wenn sich der erfolgreichste (und gleichzeitig der stärkste US-Film an einem erneut desolaten Wochenende für Hollywood) erst auf Platz 5 wiederfand. „Black Phone 2“ legte am zweiten Wochenende nach Besuch um gut drei Prozent zu, zählte knapp 8300 Besuche (gesamt rund 22.000) und 101.000 Euro Einspiel (gesamt rund 258.000). Direkt dahinter platzierte sich der zweitbeste Neustart des Wochenendes: „Dracula“ schaffte gut 7300 Besuchen am reinen Wochenende, knapp 8900 inklusive des Vorstarts.

Hinter dem glasklaren Spitzenreiter „Pumuckl“ blieb es in den österreichischen Charts demzufolge ausgesprochen nachbarschaftlich bzw. lokal. „Die Schule der magischen Tiere 4“ schloss nach Besuch knapp über der Vorwoche ab (die Ticketaktionen bedeuteten ein Umsatzminus von 16,5 Prozent) und steht nun bei gut 222.000 Gesamtbesuchen. „All das Ungesagte zwischen uns“ blieb nach Besuch auf Vorwochenniveau und baute beim Umsatz um gut 13 Prozent ab. 11.500 Besuche am zweiten Wochenende heben die zwar in den USA realisierte, aber von der Constantin produzierte Colleen-Hoover-Verfilmung auf knapp 39.000 Besuche. „Neo Nuggets – Eine Pulled Pork Komödie“ gab zwar um 14 Prozent nach Besuchen und knapp 23 Prozent nach Umsatz ab; knapp 11.000 Besuche auf Rang 4 erhöhten das laufende Ergebnis aber auf mehr als respektable 55.000 Besuche.

Zwei weiteren Neueinsteigern gelang der Sprung in die Top 15: „Bugonia“ ging auf Rang 10 mit 4900 Besuchen und 50.000 Euro (gesamt gut 6000 und gut 61.000 Euro) ins Rennen, direkt dahinter folgt „No Hit Wonder“, der 4400 Besuche und gut 48.000 Euro (gesamt gut 5700 und knapp 62.000 Euro) zählte.

Das höchste Plus in der Top 15 verzeichnete „Conjuring 4“ mit fast 23 Prozent mehr Besuchen als in der Vorwoche (auf Rang 15 bei 2800 verkauften Tickets und in Woche 9 zwar schon auf niedrigem Niveau – aber mit insgesamt 196.000 Besuchen ist es der mit weitem Abstand größte US-Erfolg seit nunmehr zwei Monaten; die Hollywood-Bilanz für September und vor allem Oktober ist schlicht erbärmlich), das mit sehr weitem Abstand größte Minus innerhalb der Top 15 musste „Springsteen: Deliver Me from Nowhere“ hinnehmen.

Generell ging es in den österreichischen Kinos gegenüber einer soliden, aber nicht großartigen Vorwoche zwar deutlich bergauf – um 24,9 Prozent nach Besuchen und 16,5 Prozent nach Boxoffice. Die Vorjahreszahlen wurden jedoch verfehlt – und so schrumpfte der zwischenzeitlich schon bei rund zehn Prozent gelegene Vorsprung auf 2024 weiter: 8,6 Prozent sind es noch nach Besuch. Gesamt wurden im laufenden Jahr laut FilmSource-Auswertung von Comscore gut 9,3 Mio. Besuche und 100,7 Mio. Euro Boxoffice gezählt, damit liegt das laufende Jahr in etwa um knapp sieben Prozent hinter 2023..