Zum elften Mal in den letzten 13 Wochen ist die Nummer eins in den deutschen Kinos ein deutscher Film: „Pumuckl und das große Missverständnis“ ist auch an WE 2 eine Macht und wird bereits das Gesamtergebnis von „Neue Geschichten vom Pumuckl“ toppen. Bester Neustart ist „Predator: Badlands“ auf Platz 2.
Necken
Man kann es drehen und wenden, wie man will: „Pumuckl und das große Missverständnis“ (Constantin Film Verleih, hier unsere SPOT-Besprechung) ist ein Hit. Nach dem Superstart vor allem in Süddeutschland am vergangenen WE profitiert der Film von den Herbstferien in Bayern und geht mit starken 26.000 Tickets / 220.000 Euro ins WE 2. Bis zum Ende des WE sollten 210.000 Tickets möglich sein. Gesamt wären dann bereits 560.000 Besuche geschafft. Damit wäre der Film von Marcus H. Rosenmüller der achte deutsche Film in 2025 mit mehr als 500.000 Tickets und vor allem schon am Gesamtergebnis von „Neue Geschichten vom Pumuckl“ vorbeigezogen, der es vor zwei Jahren gesamt auf 490.000 Tickets geschafft hatte.
Jagen

Auf Platz 2 meldete sich gestern Neustart „Predator: Badlands“ (Walt Disney, hier unsere SPOT-Besprechung) mit 14.500 Tickets / 180.000 Euro /444 Kinos. Damit zielt der erste „Predator“-Film von Regisseur Dan Trachtenberg, der es auch tatsächlich ins Kino geschafft hat und der auch der erste Kino-„Predator“ im Verleih von Disney ist, auf ein Start-WE mit vielleicht sechsstelligen Ticketzahlen, vermutlich aber 90.000 Tickets. Damit läge der zehnte Film der Reihe (inklusive der beiden Streaming-Starts von Dan Trachtenberg sowie den Mash-ups mit „Alien“) vor dem jüngsten Kinoausflug des Predator, „The Predator“, der mit 82.000 Tickets gestartet war und gesamt auf 220.000 Tickets gekommen war, aber hinter „Predators“ von 2010 (Start-WE 130.000 Tickets; gesamt 490.000 Tickets), „Predator 2“ von 1990 (Start-WE 100.000 Tickets; gesamt 420.000 Tickets) und dem Original von 1987 (Start-WE 150.000 Tickets; gesamt 665.000 Tickets).
Sagen

Es sieht weiter nicht schlecht aus für „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“ (Constantin Film, hier unsere SPOT-Besprechung), der mit 11.000 Tickets / 110.000 Euro in sein WE 3 startet. Die Colleen-Hoover-Verfilmung zielt auf ein WE 3 mit etwa 85.000 Tickets. Gesamt wären dann bereits 460.000 Tickets auf der Habenseite. Der Film von Josh Boone wäre damit grob auf einer Höhe mit dem zweiten Film der „After“-Reihe, „After Forever“, der 2022 an WE 3 105.000 Tickets hatte und gesamt zu diesem Zeitpunkt bei 500.000 Tickets lag.
Singen

Auf Platz 4 ging gestern „No Hit Wonder“ (Warner Bros. Entertainment, hier unsere SPOT-Besprechung) in sein WE 2 mit 9000 Tickets / 85.000 Euro und zielt bis Sonntag auf 70.000 Tickets. Gesamt wäre der Film mit Florian David Fitz dann bereits bei knapp 200.000 Tickets. Die jüngsten vergleichbaren Filme von Florian David Fitz: „Wochenendrebellen“ (WE 2: 100.000 Tickets; gesamt nach WE 2: 305.000 Tickets; gesamt 1,03 Mio. Tickets) und „Oskars Kleid“ (WE 2: 75.000 Tickets; gesamt nach WE 2: 200.000 Tickets; gesamt 575.000 Tickets).
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Gestern lag „Die Schule der magischen Tiere 4“ (LEONINE Studios, hier unsere SPOT-Besprechung) zu Beginn von WE 7 zwar „nur“ auf Platz 5 mit 9000 Tickets / 75.000 Euro. Bis Sonntag sollte der Familientitel aber noch einmal zulegen können und mit etwas mehr als 100.000 Tickets zumindest nach Ticketzahlen wieder die Nummer 2 sein. Gesamt steht der unbeirrbare Erfolgsfilm dann schon bei 2,7 Mio. Tickets. Der Vorgänger, der der erste Film der Reihe war, der gesamt mehr als 3 Mio. Tickets verkaufen konnte, hatte ein WE 7 mit 100.000 Besuchen und lag gesamt bei knapp 2,7 Mio. Tickets. Zunehmend rückt außerdem das Gesamtergebnis von „Die Schule der magischen Tiere 2“ in greifbare Nähe, der 2022 gesamt 2,9 Mio. Tickets geschafft hatte.
Die Neulinge
In die Top 10 hat es kein weiterer der teilweise doch sehr schönen Neustarts geschafft. Auf Platz 11 meldet sich Neele Leana Vollmar mit ihrem „Dann passiert das Leben“ (Majestic / Warner Bros. Entertainment, hier unsere SPOT-Besprechung) mit Anke Engelke und Ulrich Tukur mit 3700 Tickets / 36.500 Euro / 199 Kinos. Hier sollte ein Start-WE mit 30.000 Tickets anstehen. Auf Platz 16 startet „Mission: Mäusejagd – Chaos unterm Weihnachtsbaum“ (Capelight Pictures / Central Film Verleih) mit 2500 Tickets / 21.000 Euro / 359 Kinos. Auf Platz 18 findet sich „Mission Santa – Ein Elf rettet Weihnachten“ (LEONINE Studios, hier unsere SPOT-Besprechung) mit 2100 Tickets /18.000 Euro / 328 Kinos. Und die 19 geht an Franck Duboscs schwarze Komödie „How to Make a Killing“ (Weltkino, hier unsere SPOT-Besprechung) mit 1300 Tickets / 12.200 Euro / 123 Kinos.
Wir sollten nicht außer Acht lassen…
„Amrum“ (Warner Bros. Entertainment, hier unsere SPOT-Besprechung) belegte zum Auftakt von WE 5 Platz 6 mit 5300 Tickets / 52.000 Euro. Der neue Film von Fatih Akin hält damit Kurs auf etwa 45.000 Tickets bis Sonntag. Gesamt hätte der Hit aus Cannes damit dann bereits die 600.000-Tickets-Marke geknackt und würde bei 620.000 Ticketshalten. Im direkten Akin-Vergleich waren nach dem vierten WE nur „Rheingold“ 2022 mit 865.000 Tickets (40.000 Tickets an WE 5) und „Soul Kitchen“ 2009 mit 880.000 Tickets (65.000 Tickets an WE 5) besser.
Nicht vergessen wollen wir Bully. Das Kinowunder ist noch nicht zu Ende, verlangsamt seine Fahrt jetzt nur etwas. „Das Kanu des Manitu“ (Constantin Film, hier unsere SPOT-Besprechung) kam gestern auf 4750 Tickets / 45.000 Euro. Rechnen wir mit einem WE 13 mit 40.000 Tickets. Dann hätte die Erfolgskomödie von Michael Bully Herbig gesamt die Marke von 4,9 Mio. Tickets passiert. Die 5 Mio. rücken in greifbare Nähe. Und ebenso die gesamten Ticketzahlen von „Wickie und die starken Männer“, der 2009 auf 4,94 Mio. Tickets gekommen war. Nach Umsatz ist „Das Kanu des Manitu“ längst der dritterfolgreichste Film in der Karriere von Bully („(T)Raumschiff Surprise ist Nummer 2 mit 51,3 Mio. Euro, wankt also zusehends).
Thomas Schultze