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REVIEW FILMFEST MÜNCHEN: „Schattenseite“


Nach der Vorlage des populären YouTubers Jonas Ems entstand die Thriller-Mystery-Serie „Schattenseite“, die sich um Cybermobbing, Hacking und eine mysteriöse Webseite dreht, die Handy-Geheimnisse eines Abi-Jahrgangs nach und nach aus Rache veröffentlicht.

Schattenseite
Die Serie „Schattenseite“ (Credit: ARD Degeto Film/Dreamtool Entertainment/Elliot Kreyenberg)

FAST FACTS:

• Basiert auf der gleichnamigen Vorlage des bekannten YouTubers Jonas Ems
• Erinnert dabei sehr an US-Serien, die an die 1980er-Jahre angelehnt sind
• Dreamtool Entertainment produzierte für Degeto, funk und HR

CREDIT:

Auftraggeber: ARD Degeto Film (Carolin Haasis und Christoph Pellander), funk (), Jana Birkenbach), HR (Jörg Himstedt); Produktion: Dreamtool Entertainment (Produzent: Stefan Raiser, Producer: Simon Buchner); Regie: Özgür Yildirim, Alison Kuhn; Drehbücher: Hanna Hribar, Jonas Ems (Vorlage); Cast: Florian Geißelmann, Samirah Breuer, Tanya Nguyen, Ludger Bökelmann, Marven Gabriel Suarez-Brinkert, Filip Schnack, Moritz Hoyer, Carlotta Weide, Philip Günsch, Sophie Paasch, Philip Kapell, Jonas Ems, Christian Erdmann, Boris Aljinovic

REVIEW:

Es gab in der Reihe Neues Deutsches Fernsehen auf dem Filmfest München 2025 gewisse Leitmotive, die immer wieder hier und da auftauchten: Young Adult, Genre-Mut, mentale Gesundheit, nächste kreative Generation oder Social Media. Das Format, das alle Leitmotive miteinander vereint, ist die Serie „Schattenseite“ nach der Buchvorlage von Jonas Ems.

Jonas Ems ist ein bekannter deutscher YouTuber mit fast drei Millionen Followern. Er hat aber auch im Jahr 2019 den gleichnamigen Thriller über Cybermobbing geschrieben, der wie eine Mischung aus populären US-Serien wie „Stranger Things“ oder „Mr. Robot“ daherkommt.

Die unübersehbaren Vorbilder finden sich auch in der Mystery-Thriller-Serie für die ARD Degeto Film, funk und den HR von Dreamtool Entertainment wieder, bei der auf dem Regiestuhl Özgür Yildirim („Para – Wir sind King“, „4 Blocks“) und Alison Kuhn („Druck“, „Holy Meat“) Platz nahmen. Die Adaption nahm Ems, der auch eine der Hauptrollen in der Serie spielt, mit der noch an der HFF studierenden Newcomerin Hanna Hribar vor.  

Mit „Discounter“-Sternchen Ludger Bökelmann

Es geht in den sechs düster inszenierten Episoden um einen deutschen Abi-Jahrgang, der von einer mysteriösen Webseite terrorisiert wird, die sich „Schattenseite“ nennt und Geheimnisse der Schüler der Öffentlichkeit verrät – es sei denn, sie verraten Geheimnisse von anderen Mitschülern. Sobald eine gewisse Anzahl an Klicks erreicht ist, werden Chatverläufe oder Bilder online gestellt.

Als Motivation der Geheimnisverräter könnte der kürzliche Tod eines Mitschülers herhalten, den die Serie in der allerersten Folge zeigt. An die Informationen kommen die Internet-Rächer über die Handys der im Fokus stehenden Kandidaten. Neu an der Schule ist Nola (Samirah Breuer), „Die Discounter“-Sternchen Ludger Bökelmann spielt den aufbrausenden Simon, Florian Geißelmann stellt Corvin dar, Tanya Nguyen ist Patricia.

Synthie-Score aus Cannon-Kosmos

Es ist ein Genremix aus Cyber-Thriller, Coming-of-Age und Mystery, der sehr nach bekannten US-Serien schmeckt. Der „Stranger Things“-Kondensat-Vibe des Formats geht sogar soweit, dass der Synthie-Score wie eine Art Best-of aller Cannon-Filme der 1980er-Jahre wirkt. Die pinke Vorspann-Schrift erinnert an John-Hughes-Filme oder Nicolas Winding Refn, der John-Hughes-Filme nachmacht.

Die meisten der Protagonisten sind eher unsympathisch gezeichnet, so als würden sie das entlarvende Szenario der Webseite auch verdienen. Samirah Breuer als Neue an der Schule ragt dabei am ehesten positiv heraus. Eine Rückblenden-Struktur offenbart nach und nach die Verfehlungen der Clique. Die ersten beiden auf dem Filmfest München gezeigten Episoden zeichnete eine slicke Kurzweiligkeit aus.

Michael Müller