Am Freitag hat die einzige Kandidatin Sandra Harzer-Kux die nötige Mehrheit im Rundfunkrat verpasst, um neue NDR-Intendantin zu werden.

Die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene externe Kandidatin Sandra Harzer-Kux hat bei der NDR-Intendantenwahl die benötigte Zweidrittel-Mehrheit nicht erhalten. Die 52-jährige Medienmanagerin, die lange Zeit für Bertelsmann arbeitete, schaffte im Rundfunkrat zwar 30 Ja-Stimmen, erhielt aber auch 14 Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen. Harzer-Kux fehlten somit vier Stimmen.
Es gab keinen Gegenkandidaten. Amtierender NDR-Intendant ist Joachim Knuth, der eigentlich seine Amtszeit verkürzen wollte, um den Weg für anstehende Reformen bei der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt freizumachen. Im Erfolgsfall hätte so Harzer-Kux ihr neues Amt zum 1. September antreten können.
Der Verwaltungsrat hat laut NDR-Staatsvertrag nun die Möglichkeit, dem Rundfunkrat innerhalb eines Monats einen neuen Vorschlag zu unterbreiten. Geschieht dies nicht, entfällt das Vorschlagsrecht.