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Bestätigt: RTL Deutschland streicht 600 Stellen



RTL Deutschland bestätigt den geplanten Stellenabbau. Dieser fällt etwas weniger tiefgreifend aus, als erwartet, bleibt aber dennoch spürbar. Rund 600 Jobs sollen wegfallen. Strategischer Fokus liegt künftig auf Streamingdienst RTL+.

Stephan Schmitter
RTL Deutschland – CEO Stephan Schmitter äußerte sich zum Stellenabbau. (Credit: RTL / Marina Rosa Weigl)

Schon gestern gingen Berichte um, dass es bei RTL Deutschland zu Stellenkürzungen kommen könnte. Dies wurde nun in einer Pressemitteilung bestätigt. Das Unternehmen plant einen „sozialverträglichen Abbau von insgesamt rund 600 Stellen in allen Firmenbereichen“, heißt es in der Mitteilung. Hintergrund sei die „beschleunigte Verlagerung der linearen Fernsehnutzung zum Streaming“ bei gleichzeitig „großen konjunkturellen Herausforderungen in Deutschland“.

Der Konzern richtet sich im Zuge einer umfassenden organisatorischen Neuausrichtung stärker auf den Streamingdienst RTL+ aus. Die Anzahl der zahlenden Abonnenten von RTL+ sei seit 2019 von 0,8 Millionen auf über 6,6 Millionen Ende September 2025 gestiegen. „Mit weiterhin dynamischem Wachstum in allen Kennzahlen – Umsatz, zahlende Abonnenten, Nutzungsdauer – ist RTL+ klar auf Kurs, im Geschäftsjahr 2026 profitabel zu werden“, so das Unternehmen.

CEO Stephan Schmitter betont: „Der Medienmarkt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Um langfristig erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben, richten wir RTL Deutschland noch konsequenter auf das Streaming Geschäft aus. Mit dem dynamischen Wachstum von RTL+ und der geplanten Übernahme von Sky haben wir eine starke Basis für künftigen Erfolg. Dabei stehen unsere Inhalte und unsere publizistische Verantwortung weiterhin im Mittelpunkt unserer Aktivitäten – mit gezielten Investitionen in Unterhaltung, Sport und Nachrichten sowie neue Technologien für unser Publikum von heute und morgen. Um die dafür erforderlichen Strukturen und Ressourcen zu schaffen, haben wir gemeinsam mit den Betriebsräten ein Programm entwickelt, das den notwendigen Personalabbau so fair und verantwortungsvoll wie möglich gestalten soll – mit großem Respekt und Dankbarkeit gegenüber allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Diese Maßnahmen sind tiefgreifend, aber zwingend notwendig und werden die Position von RTL Deutschland angesichts der strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen nachhaltig stärken.“

Der Schritt folgt auf anhaltende Umsatzrückgänge im linearen TV-Geschäft. Wie bereits in Medienberichten angekündigt, hatte die Wirtschaftswoche zuletzt einen Stellenabbau zwischen 800 und 1.000 Positionen spekuliert. Die nun bestätigte Zahl von 600 Stellen liegt leicht darunter, soll aber den geplanten strategischen Umbau unterstützen. Parallel plant RTL die Übernahme von Sky Deutschland, um das Streaminggeschäft weiter auszubauen und die Abhängigkeit vom klassischen TV-Werbemarkt zu verringern.