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Bayerischer Rundfunk schließt 2024 mit Minus ab


Der BR-Rundfunkrat hat jetzt den Jahresabschluss und die Wirtschaftsrechnung für 2024 genehmigt. Der Jahresabschluss weist ein Defizit von knapp 25 Mio. Euro aus, das aus Rücklangen ausgeglichen werden kann. 

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Godehard Ruppert, Vorsitzender des BR-Rundfunkrats (Credit: BR/Markus Konvalin)

In der jetzt vom BR-Rundfunkrat genehmigten Abschluss für das Jahr 2024 stehen Einnahmen von 1.205,3 Mio Euro Aufwendungen in Höhe von 1.229,8 Mio. Euro gegenüber. Wie der BR jetzt mitteilt, könne dieses „handelsrechtliche Defizit“ aus Rücklagen ausgeglichen werden. 

In der Finanzrechnung weist der BR hingegen ein positives Ergebnis von 12,1 Mio. Euro aus. Dieser Überschuss sei „neben einer konsequenten Budgetsteuerung hauptsächlich auf die Auflösung von Rücklagen und gesteigerte Erträge aus Finanzanlagen zurückzuführen“. 

Der Überschuss soll dazu verwendet werden, „um die Defizite in der neuen Beitragsperiode ab 2025 abzumildern“. Dabei plane man die von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlichen Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent auf 18,94 Euro ein. Diese war im Dezember von der Ministerpräsidentenkonferenz zwar abgelehnt worden, über eine schon zuvor von ARD und ZDF beim Bundesverfassungsgericht eingereichte Klage gegen die Ablehnung ist aber noch nicht beschieden worden. 

Da selbst diese Erhöhung unter der allgemeinen Teuerungsrate liege, geht man beim BR in der laufenden Beitragsperiode von einer Finanzierungslücke aus, die man durch „strategische Maßnehmen über alle Direktionen hinweg“ abfedern wolle. Geplant sind Reduktionen in den Bereichen Immobilienbestand, Kostümfundus, Werkstätten, Fuhrpark, Archive, Bibliothek und Senderstandorte.

Godehard Ruppert, Vorsitzender des BR-Rundfunkrats, erklärte nach dessen gestriger Sitzung: „Trotz überaus herausfordernder Rahmenbedingungen hat der Bayerische Rundfunk im vergangenen Jahr diszipliniert und umsichtig gewirtschaftet. Gleichzeitig steht der BR, wie der gesamte öffentlich-rechtliche Rundfunk, in der neuen Beitragsperiode vor großen Herausforderungen.  Mit seiner Programm- und Unternehmensstrategie BRKompass 2035 ist der BR gut aufgestellt. Der BR-Rundfunkrat wird alle Reformschritte und Entscheidungen im Sinne der Beitragszahlerinnen und Beitragszahler weiterhin intensiv und kritisch begleiten.“