Seit Mitte September 2024 sind die mittels der so genannten passiven Messung erhobenen Abrufzahlen der Prime-Video-Angebote im AGF Reach Planner verfügbar. Ab November werden die Daten erstmals auch in das standardisierte Messsystem der AGF integriert.

Die AGF Videoforschung und Amazon haben ihre Zusammenarbeit bei der Erhebung von Daten für Prime Video erweitert. Nachdem seit September 2024 bereits mittels der so genannten passiven Messung, die ohne Zutun des jeweiligen Streaminganbieters geschieht, Reichweitendaten von Prime Video über das crossmediale strategische Planungstool AGF Reach Planner verfügbar sind, wird das VoD-Angebot von Prime Video ab November erstmals unter eine zertifizierte, vergleichbare und neutrale Messung der AGF gestellt; die Daten der werbefinanzierten VoD-Angebote werden dann erstmals auch in das ex post-Analyse-Tool AGF Scope integriert, die Datenbasis im AGF Reach Planner wird entsprechend angepasst.
Damit ist die AGF nach eigenen Angaben das erste Joint Industry Committee (JIC) weltweit, das einen internationalen Video-Streamingdienst über Server-to-Server-Technologie in sein standardisiertes Messsystem integriert hat.
Wie es in einer Mitteilung der AGF heißt, erfolgt die Integration im Rahmen der digitalen Messung der AGF, die Prime Video gemeinsam mit dem technischen Dienstleister Nielsen realisiert hat. Die Server-to-Server-basierte Lösung ermöglicht eine aktive, inhaltsspezifische Messung des VoD-Angebots von Prime Video. Vorerst werden die werbefinanzierten VoD-Angebote ausgewiesen.
Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der AGF-Geschäftsführung, erklärt: „Es ist ein großer Meilenstein, dass es uns gelungen ist, mit Prime Video einen internationalen Anbieter über eine Server-to-Server-Integration unter aktive Messung zu stellen. Die Zusammenarbeit zeigt, dass auch große globale Player die lokalen Marktbedingungen respektieren und bereit sind, sich in ein gemeinsames Messsystem einzubringen. Das ist ein starkes Zeichen für Vertrauen, Kooperation und Standardisierung.
Nils Gräf, Managing Director bei Amazon Ads Deutschland, zur Bedeutung der Kooperation: „Wir freuen uns sehr über die Integration von Prime Video in die aktive AGF-Messung, das ist ein wichtiger Meilenstein. Prime Video bietet besonders attraktive Umfelder mit Premium-Inventar, wie z.B. preisgekrönte Amazon Originals, Blockbuster-Filme und beliebte Serien. Durch die Server-to-Server-Integration können Werbetreibende und Mediaplaner auf neutral gemessene Daten auf Titel- und Formatebene zugreifen – ein Fortschritt, der differenzierte Analysen einzelner Formate ermöglicht und neue strategische Planungsmöglichkeiten eröffnet.“
Stellungnahmen von Vertretern der Werbe- und Werbungtreibenden-Verbände
Klaus-Peter Schulz, Geschäftsführer Die Mediaagenturen e.V.: „Die Integration eines globalen Streaming-Anbieters wie Prime Video in das AGF-Messsystem ist ein entscheidender Schritt in Richtung des seit Jahren geforderten Crossmedia-Standards. Für die Mediaagenturen bedeutet das: mehr Vergleichbarkeit, mehr Transparenz und eine deutlich bessere Planbarkeit über alle Kanäle im Videomarkt hinweg. Dass sich ein internationaler Player aktiv in das gemeinsame Messsystem einbringt, ist ein starkes Signal für die Zukunft des Marktes und für die Relevanz einheitlicher Standards in Deutschland.“
Susanne Kunz, Geschäftsführerin der OWM – Organisation Werbungtreibende im Markenverband: „Die Einbindung von Amazon Prime Video in die AGF-Messung ist ein wichtiges Signal in Richtung Einbindung internationaler Plattformen an neutrale und vergleichbare Standards. Die OWM begrüßt diesen Schritt in Richtung der dringend benötigten Transparenz und Vergleichbarkeit im fragmentierten Videomarkt ausdrücklich.“
Kristina Bulle, CMO & Vice President Brand Building beiP&G DACH und OWM-Vorstandsmitglied: „Als werbungtreibendes Unternehmen setzen wir uns seit Jahren für vergleichbare, valide und anbieterübergreifende Messstandards ein. Die Integration von Prime Video in das AGF-System ist ein bedeutender Fortschritt auf diesem Weg. Nur mit unabhängig erhobenen, vergleichbaren Messgrößen können wir die Effektivität von Kampagnen über alle Kanäle hinweg übergreifend bewerten und unser Marketing effizient steuern. Dass internationale Anbieter diesen Weg mitgehen, stärkt den gesamten Werbemarkt.“