Er war ein Schauspieler, der in seinen Filmen und Rollen stets eine tief aus dem Innern kommende Menschlichkeit ausstrahlte, gepaart mit trockenem, gerne schmallippigen Humor. Nun ist Horst Krause im Alter von 83 Jahren gestorben.
Horst Krause in Jens Rübsams Film „Mensch, Krause! Polizeihauptmeister aus Brandenburg“ (Credit: rbb)
Wie am heutigen 8. September bekannt wurde, ist Schauspieler Horst Krause am 5. September in Alter von 83 Jahren gestorben. Besonders groß ist die Trauer beim Rundfunk Berlin-Brandenburg, der über Jahrzehnte eng mit Krause zusammenarbeitete und einen Großteil von Krauses Spätwerk realisierte.
Krause war Krause. Als Hauptwachtmeister Krause prägte er zwischen 1998 und 2015 den „Polizeiruf 110“ aus Brandenburg. Parallel entstand ab 2007 die Reihe der „Krause“-Filme. Bei allen Filmen führte Bernd Böhlich Regie, der die Figur des Dorfpolizisten auch erfunden hat. Die Serie begann mit „Krauses Fest“ und schloss 2022 mit „Krauses Weihnacht“, dem neunten und letzten Teil um Krause und seine von Carmen-Maja Antoni und Angelika Böttiger gespielten Schwestern. Ab 2015 kam die von der Degeto beauftragte „Krüger-Reihe hinzu, die ebenfalls im Ersten lief. Zu seinen bekanntesten Kinofilmen gehören „Wir können auch anders …“ (1993, Regie: Detlev Buck) und „Schultze gets the blues“ (2003, Regie: Michael Schorr.
Der am 18. Dezember 1941 im westpreußischen Bönhof geborene Horst Krause lernte zunächst den Beruf des Drehers und studierte dann von 1964 bis 1967 an der Staatlichen Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Sein Weg führte ihn über das Landestheater Parchim und das Schauspielhaus Karl-Marx-Stadt schließlich an das Staatsschauspiel Dresden, dessen Ensemblemitglied er von 1984 bis 1994 war.
„Horst Krause hat seinen Hauptwachtmeister Krause im ‚Polizeiruf 110‘ aus Brandenburg mit in den neu gegründeten rbb gebracht. Die überaus beliebte Figur und ihr nicht weniger beliebter Darsteller standen für Menschlichkeit, ein klares Wort und ein großes Herz. Seine Kunst bestand nicht zuletzt darin, die Grenze zwischen dem Menschen Krause und der Figur Krause immer weiter verschwimmen zu lassen. Wir trauern um einen Schauspieler, der über Jahrzehnte unvergessene Akzente in unserem Programm gesetzt und das Bild des rbb für Brandenburg mit geprägt hat“, sagtw rbb-Intendantin Ulrike Demmer über Horst Krause.
Der rbb ändert zur Erinnerung an Horst Krause sein Fernsehprogramm: Am 8. September um 21 Uhr ist der Nachruf „Abschied von Horst Krause“ zu sehen. Ab 22 Uhr werden die „Polizeiruf 110“-Episoden „Mörderkind“ und „Ikarus“ ausgestrahlt. Am 12. September folgt ab 20.15 Uhr eine lange Horst-Krause-Nacht mit drei Filmen aus der „Krause“-Reihe.