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Wiebke Wiesner wird MFG-Geschäftsführerin


Nun steht fest, wer im Sommer kommenden Jahres die Geschäftsführung der baden-württembergischen Filmförderung übernimmt. Es ist Wiebke Wiesner, derzeit noch Justiziarin und stellvertretende Geschäftsführerin der Produktionsallianz.

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Die künftige MFG-Geschäftsführerin Wiebke Wiesner mit Staatssekretär Arne Braun (Credit: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg)

Die Leitung von Deutschlands großen Regionalförderungen wird mehrheitlich weiblich. Nach Medienboard, FFF, HessenFilm und nordmedia wird auch die MFG Baden-Württemberg künftig von einer Frau geleitet: Wiebke Wiesner, derzeit noch Justiziarin und stellvertretende Geschäftsführerin der Produktionsallianz, wird die Nachfolge von Carl Bergengruen antreten, der das Amt als MFG-Geschäftsführer zum Sommer kommenden Jahres abgibt.

Wie das baden-württembergische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst mitteilte, hat die 49-Jährige ihren Vertrag als Geschäftsführerin der MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH unterschrieben. Sie folgt am 1. Juli 2026 auf Carl Bergengruen, der die MFG 13 Jahre lang geleitet hat und im kommenden Jahr in den Ruhestand geht. Der Vertrag von Wiebke Wiesner läuft zunächst fünf Jahre, laut dem Ministerium liegt der Entscheidung ein „klares Votum“ im Aufsichtsrat der MFG zugrunde.

„Ich freue mich, dass wir mit Wiebke Wiesner eine bestens geeignete Expertin für ein wichtiges Zukunftsfeld des Landes gewinnen konnten. Die Filmförderung ist essenzieller Bestandteil der Kultur- und Kreativwirtschaft des Landes. Wiebke Wiesner verbindet Leidenschaft für den Film mit großer Erfahrung. Sie weiß, wie sich die Branche vernetzt und wie Filmförderung wirkt. Wiebke Wiesner bringt Menschen zusammen. So hat sie den Aufsichtsrat mit ihrer Expertise und Dynamik überzeugt. Mit ihr gewinnt Baden-Württemberg eine Geschäftsführerin, die unseren Film- und Medienstandort mit Power und Strategie in die Zukunft führt“, erklärte Kunststaatssekretär Arne Braun anlässlich der Bekanntgabe der Personalie.

Clemens Bratzler, Programmdirektor Information beim SWR, stellt fest: „Die Besetzung der MFG-Geschäftsführung mit Wiebke Wiesner untermauert unseren Anspruch, dass Baden-Württemberg bei Medien, Film und Kreativwirtschaft weiterhin für Relevanz und Innovationskraft steht. Frau Wiesner bringt alles mit, um trotz herausfordernder Rahmenbedingungen an die erfolgreiche Ära von Carl Bergengruen anzuschließen und zugleich neue Akzente für die Zukunft zu setzen.“

Wiesner blickt nach eigenen Worten mit „großer Freude und Respekt“ auf die vor ihr liegenden Aufgaben innerhalb des breitgefächerten Spektrums der MFG, das von der Film-, VFX- und Gamesförderung bis hin zur Unterstützung der gesamten regionalen Kultur- und Kreativwirtschaft reiche. Mit der Übernahme der Position trete sie in verdienstvolle Fußstapfen: „Carl Bergengruen hat die MFG über viele Jahre mit Visionen und unermüdlichem Engagement geprägt. Dafür gelten ihm höchste Anerkennung und Dank.“

Zwar verweist Wiesner naheliegenderweise darauf, dass die aktuellen Herausforderungen für den Film- und Medienstandort Baden-Württemberg wie auch für den gesamten Filmstandort Deutschland „immens“ seien (siehe dazu auch die exklusive SPOT-Berichterstattung zu den Ludwigsburger Mediendialogen). Aber sie freue sich sehr darauf, „nun gemeinsam mit dem Team der MFG Bewährtes fortzuführen und zukunftsfähige neue Ideen entwickeln und umsetzen zu können.“