Die deutsche Film- und Videowirtschaft hat einen prägenden Gestalter verloren. Der ehemalige geschäftsführende Vorstand des BVV, Joachim A. Birr, ist Mitte September im Alter von 76 Jahren verstorben. AllScreens nimmt Abschied von einem engagierten und leidenschaftlichen Mitstreiter für die Belange der Branche.

AllScreens, unter dessen Dach im Herbst 2023 der Verband der Filmverleiher (VdF) und der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) zusammengeführt wurden, trauert um den langjährigen geschäftsführenden BVV-Vorstand Joachim A. Birr, der am 15. September im Alter von 76 Jahren verstorben ist. „Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von einem prägenden Gestalter der deutschen Video- und Filmwirtschaft“ heißt es seitens AllScreens.
Joachim A. Birr wurde 1949 in Braunschweig geboren. Nach seinem Studium war der Jurist bereits 1982 an der Gründungsversammlung des Bundesverbands Video (später BVV) in Rottach-Egern beteiligt. Im April 1983 übernahm er die Geschäftsführung des Bundesverbands Audiovisuelle Medien e.V., die er bis Ende 2021 innehatte.
AllScreens erinnert an entscheidende Impulse für die Branche, die Birr über viele Jahre in zahlreichen Funktionen setzte – unter anderem als stellvertretender Vorsitzender des FFA-Präsidiums sowie als Präsident der International Video Federation. Seit 1994 war Birr Mitglied des Präsidiums der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. (SPIO) und viele Jahre ehrenamtlich im Vorstand der von der SPIO gegründeten Deutschen Filmkünstlernothilfe aktiv. Als Jugendschutzbeauftragter trieb er die Gestaltung des Jugendmedienschutzes im Rahmen der FSK maßgeblich voran.
Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement wurde Joachim A. Birr am 13. Oktober 2016 von Bundespräsident Joachim Gauck mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet; die Verleihung fand im Hamburger Rathaus statt, wo Kulturstaatsrat Dr. Carsten Brosda die Auszeichnung überreichte.
„Wir werden Joachim A. Birr als engagierten und leidenschaftlichen Mitstreiter für die Belange der Branche in dankbarer Erinnerung behalten. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und Weggefährten“, so AllScreens-Geschäftsführer Peter Schauerte.