Gewählt haben die Mitglieder des Deutschen Drehbuchverbandes schon zu Beginn der Berlinale, jetzt wurde der neue Vorstand bekanntgegeben. Gleichzeitig wurden die Themen definiert, die besonders im Fokus des Gremiums stehen werden.

Sie war ein Höhepunkt zum Auftakt der Berlinale, den sich Kulturstaatsministerin Claudia Roth zugunsten der Sicherheitskonferenz ein letztes Mal entgehen ließ: die Verleihung des Deutschen Drehbuchpreises. Traditionell geht dieser die Mitgliederversammlung des Deutschen Drehbuchverbandes (bzw. vormals des VDD) voraus, in deren Rahmen auch der neue Vorstand gewählt wurde. Dessen Besetzung hat der DDV nun auch öffentlich bekanntgegeben.
Den neuen DDV-Vorstand bilden die Autor*innen:
Johannes Betz
Stefanie Eisenschenk
Gerrit Hermans
Christian Lex
Rebecca Mahnkopf
Melina Natale
Simon M. Schulz
Als stellvertretende Vorstände gewählt wurden die Autor*innen:
Natascha Bub
Boris Dennulat
Agnes Schruf
Gabriele C. Sindler
Katharina Walther
Volker A. Zahn
Jan Herchenröder ist weiterhin Geschäftsführer des DDV.
Anlässlich der Bekanntgabe des Vorstands betonte der DDV nicht zuletzt sein schnelles Wachstum – aktuell sei man dabei, die Marke von 750 Mitgliedern zu überschreiten. Mitglieder, die sich ausgesprochen aktiv zeigen: So sei das „große Interesse an politischer Mitbestimmung und Solidarität“ im Rahmen der Mitgliederversammlung durch mehr als 120 persönlich vor Ort in Berlin Teilnehmende signalisiert worden, darunter nicht zuletzt zahlreiche junge Autorinnen und Autoren.
Zu den Themen, die für den neu gewählten Vorstand neben den Verhandlungen über Gemeinsame Vergütungsregelungen (GVR) und die Durchsetzung der verschiedenen Praxisleitfäden in der Branche („Drehbuch und KI“, „Autor:innen in Serien“) besonders im Fokus stehen werden, zählen laut DDV die nationale und regionale Filmförderung, Sichtbarkeit auf Filmfestivals, die Stärkung des Nachwuchses, die Durchsetzung von Gendergerechtigkeit, Diversität sowie die Verstetigung erfolgreicher Veranstaltungsformate wie u. a. der Screenwriters’ Lounge.
Der exklusive Gastbeitrag von Jan Herchenröder zum Leitfaden „Drehbuch und KI“
Der Deutsche Drehbuchverband e. V. (DDV) ist im Februar 2023 aus dem Zusammenschluss vom Verband Deutscher Drehbuchautoren (VDD) und Kontrakt 18 (K18) hervorgegangen und vertritt die Interessen der Drehbuchautor:innen in allen Fragen der Film- und Medienpolitik, der Förderung, des Urheberrechts sowie der Verhandlung von Gemeinsamen Vergütungsregeln mit Verwerter:innen und Auftraggeber:innen. Der DDV setzt sich ein für mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung der Autor:innen sowie für mehr Einfluss auf die Verwirklichung der erzählerischen Visionen auch im Herstellungsprozess. Mit über 700 Mitgliedern bildet der Verband eines der größten aktiven und solidarischen berufsspezifischen Netzwerke in der deutschen Filmbranche. Sein Motto: „Ohne Drehbuch kein Film und keine Serie“.