60 Jahre jung – und vor der Übernahme einer noch wichtigeren Rolle im Förderkonzert: Das Kuratorium junger deutscher Film feiert – und PROG – Producers of Germany verbindet herzliche Gratulationen mit der Hoffnung auf weitere Reformbestrebungen für den Talentfilm.

„Die Ankündigung des Beauftragten für Kultur und Medien, die avisierten Bundesmittel für die neue Talentförderung voraussichtlich im Oktober 2025 zur Verfügung zu stellen, kommt zur richtigen Zeit“, stellt PROG – Producers of Germany mit Blick auf die beim Filmfest München gemachten Ankündigungen zum aktuellen Zeitplan für die Verabschiedung des Bundeshaushaltes 2025 fest. Für den Verband schließe sich damit ein Kreis: Denn 2021 stellte man auf dem Filmfest München (damals noch unter der Firmierung als Produzentenverband) eine wegweisende Nachwuchsstudie vor, die nachhaltig belegte, dass eine Reform der Talentförderung sowie deren bedarfsgerechte Ausstattung auf Bundesebene dringend geboten sind, „um die Bedingungen nachhaltig zu verbessern, unter denen Produzent*innen, Regisseur*innen und Drehbuchautor*innen ihre Karrieren starten und aufbauen“.
Wenige Jahre später wurde die Talentförderung zur zentralen Säule der großen Förderreform. Zwar will der Haushalt erst noch in trockene Tücher gebracht werden, dennoch steht für PROG fest, dass das Kuratorium junger deutscher Film nicht nur auf 60 Jahre Filmgeschichte zurückblickt, sondern jetzt „mit einem finanziell sichereren Fundament aus Bundes- und Ländermitteln in eine neue Ära der Talentförderung aufbricht“. Damit könne es einen relevanten Teil zur Stärkung künstlerischer und personeller Viefalt sowie des unabhängigen Filmschaffens in Deutschland beitragen.
„Wir gratulieren dem Kuratorium herzlich zu 60 Jahren! Verbunden damit ist die Hoffnung, dass der Bund im Rahmen der Haushalte für 2025/2026 die angekündigten Mittel zur Verfügung stellt und gleichzeitig mit deren Bestätigung die lang erwartete Förderrichtlinie und ein Gremium vorgestellt werden, das noch in diesem Jahr Gelder nach dem neuen Modell vergibt“, so Alexandra Krampe, Vorstandsmitglied PROG Producers of Germany. Die mit der Gratulation auch einen Appell in Richtung der Politik verbindet, denn der Neustart des Kuratoriums dürfe nach ihren Worten nicht das Ende der Reformbestrebungen markieren.
„Eine mögliche Investitionsverpflichtung muss Anreize für Investitionen in aufstrebende Talente und ihre Werke beinhalten. Eine neue Anreizförderung muss auch die besonderen Bedingungen der Firmen im Aufbau im Blick haben. Nicht zuletzt hoffe ich, dass das Kuratorium in den kommenden Jahren den Dialog mit den Talenten, wie wir ihn im Forum Talentfilm begonnen haben, fortsetzen wird, um kontinuierlich auf aktuelle Bedürfnisse reagieren zu können“, so Krampe.