Rund zwei Wochen vor seinem Start sehen die aktuellen US-Prognosen für „Wicked: Teil 2“ ausgesprochen gut aus – selbst am unteren Ende der Erwartungen würde der Start des Vorgängers übertroffen, der im vergangenen Jahr im Vorfeld stark unterschätzt worden war. Und einmal mehr könnte ein „Wicked“ in der zweiten Woche Teil eines großartigen Thanksgiving-Gesamtergebnisses sein – erneut an der Seite eines Disney-Krachers.

Thanksgiving 2024 war in der Tat das reinste Fest für die US-Kinos: „Vaiana 2“ debütierte im fünftägigen Zeitraum mit sensationellen 225 Mio. Dollar (und gut 139 Mio. am reinen dreitägigen Wochenende), „Wicked“ steuerte am zweiten Wochenende über 118 Mio. Dollar bei, „Gladiator II“ backte etwas kleinere Brötchen, schaffte aber 44 Mio. Dollar zu Beginn der zweiten Auswertungswoche. Alles in allem kamen über das lange Thanksgiving-Wochenende gut 422 Mio. Dollar am US-Boxoffice zusammen: ein historischer Rekord.
Was 2025 drin ist? Zumindest die Konstellation weist große Parallelen auf: Zu Thanksgiving startet mit „Zoomania 2“ einer der größten Disney-Titel des Jahres – und „Wicked: Teil 2“ geht in sein zweites Wochenende. Anders als der Vorgänger zwar nicht begleitet von einem anderen Tentpole (was uns diesmal schmerzhafte Namenskreationen wie „Glicked“ erspart), aber es wird zumindest das dritte Wochenende für „Running Man“ und „Now You See Me: Now You Don‘t“ sein, der hoffentlich eine schon wieder relativ lange Reihe an Enttäuschungen aus dem Hause Lionsgate beendet.
Für „Zoomania 2“ sahen Analysten in der langfristigen Betrachtung zuletzt ein Startergebnis von 115 bis 130 Mio. Dollar am Horizont. Wohlgemerkt – für den Drei-Tages-Zeitraum. Mit anderen Worten: Zumindest nach jetziger Einschätzung besteht die Chance, dass der Film in ähnlich hohe Sphären vorstößt wie „Vaiana 2“ im vergangenen Jahr.
Nur noch rund zwei Wochen sind es unterdessen bis zum Start von „Wicked: Teil 2“ – und hier stehen ganz ähnliche Zahlen im Raum. Analysten prognostizierten zuletzt ein Startergebnis im Bereich von 115 bis 120 Mio. Dollar; Universal selbst bewegte sich mit seiner Einschätzung zuletzt am unteren Ende dieser Spanne.
Schon 115 Mio. Dollar würden ausreichen, um den Vorgänger zumindest knapp zu schlagen – denn dieser war 2024 mit 112,5 Mio. Dollar ins Rennen gegangen. Nachdem „Wicked“ einen (einsamen) Startrekord für ein Musical hingelegt hatte, steht also potenziell eine neuerliche historische Bestleistung ins Haus.
Hinzu kommt, dass Brancheninsider die jüngsten Schätzungen als eher konservativ bewerten. So weise „Wicked: Teil 2“, der Anfang Oktober laut Fandango mit dem besten ersten Verkaufstag eines diesjährigen Neustarts in den Vorverkauf gestartet war, nennenswert bessere Vorverkäufe auf als der Vorgänger zum selben Zeitpunkt. Dieser war von den Analysten vor seinem Start allerdings auch unterschätzt worden: Rund 85 Mio. Dollar Wochenendeinspiel hatte man der Broadway-Adaption zugetraut, die am Ende für einen weltweiten Kinoumsatz von rund 757 Mio. Dollar stand.