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„Wer Entwicklung ermöglicht, bekommt Innovation zurück“


Sie ist Kinomacherin mit Herzblut und ansteckender Leidenschaft. In einer eigenen Gastkolumne lässt Jana Nastasi die Leserinnen und Leser von SPOT künftig in loser Folge an ihrem Blick auf die Branche und das Alltagsgeschäft teilhaben – und an Ideen, es vielleicht noch ein wenig besser zu machen.

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Jana Nastasi, Theaterleiterin im FORUM Lahr (Credit: FORUM Cinemas)

„Wer Entwicklung ermöglicht, bekommt Innovation zurück.“ Ein Satz, der auf den ersten Blick simpel klingt, sich aber während der KINO 2025 beim HDF Campus zum Thema „Mitarbeiterbindung und -gewinnung“ einmal mehr als tiefgreifende Wahrheit entpuppte.

Der Sitzungssaal jedenfalls war bis auf wenige Plätze vollständig besetzt. Viele Kolleginnen und Kollegen hatten sich eingefunden – allerdings allem Anschein nach jene, die ohnehin schon etwas für die Bindung ihrer Mitarbeitenden tun. Menschen, die wissen, dass Wertschätzung, psychologische Sicherheit und Weiterbildung keine Floskeln sind, sondern elementare Bestandteile einer erfolgreichen Unternehmenskultur.

Es soll niemandem auf die Füße getreten werden, doch auch in unserer Branche ist diese Erkenntnis noch längst nicht bei allen angekommen. Ich hätte mir gewünscht, dass dieser wertvolle Beitrag aufgezeichnet worden wäre, um auch jene zu erreichen, die noch nicht erkannt haben, dass ein Lob zur rechten Zeit ebenso wertvoll sein kann wie eine Gehaltserhöhung. Diejenigen, die meinen, dass Weiterbildung ein „Nice-to have“ ist und keine Notwendigkeit. 

Und genau hier liegt das Problem: Mangelnde Wertschätzung gehört zu den Top 3 Gründen, warum Mitarbeitende ein Unternehmen verlassen. Es ist kein Geheimnis mehr: Wer Wertschätzung zeigt, schafft ein Arbeitsklima, in dem Menschen nicht nur arbeiten, sondern sich einbringen und entwickeln wollen. „Doch was, wenn diese Wertschätzung niemand bemerkt? Was, wenn der „Mitarbeiter des Monats“ zwar ausgezeichnet, aber nicht wirklich gesehen wird?“ fragte Claudia Overath (Head of People and Culture bei rmc) und regte damit zum Nachdenken an.

Die Antwort liegt in der psychologischen Sicherheit. Ein Begriff, der auf dem Workshop immer wieder fiel. Mitarbeiter müssen sich trauen dürfen, ihre Ideen, Zweifel und Vorschläge zu äußern – ohne Angst vor negativen Konsequenzen. Denn Innovation entsteht nicht durch Schweigen, sondern durch Offenheit.

Und so war der HDF Campus nicht nur eine Plattform für Austausch, sondern ein Weckruf. Ein Weckruf an alle, die es bisher nicht für nötig hielten, sich in Sachen Mitarbeiterbindung weiterzubilden. Denn eins ist klar: Wer die Entwicklung seiner Mitarbeitenden ermöglicht, der wird die Früchte der Innovation ernten.

Beispiele dafür lieferten die Präsentationen von Steffen Presse (Lumos Kino Nidda) und Florian Mäteling (Gloria Palast München), die beide interne Förderprogramme in ihren Betrieben etabliert haben. Es bleibt zu hoffen, dass beim nächsten Workshop auch jene im Publikum sitzen, die bislang glaubten, bereits alles zu wissen. Denn die besten Ideen kommen nicht aus den Köpfen, die sich ausruhen, sondern aus denen, die wachsen wollen.