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Vienna Film Commission: Wien als Drehort weiter im Höhenflug


Der Filmstandort Wien brummt. Das unterstreichen die nun vorgelegten Zahlen der Vienna Film Commisison für das vergangene Jahr. Mit 1288 Ansuchen um Drehgenehmigungen für 670 nationale und internationale Filmprojekte stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um knapp 12 Prozent. „Ich freue mich riesig über den fortgesetzten Höhenflug“, so GF Marijana Stoisits.

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Marijana Stoisits, Geschäftsführerin Vienna Film Commission, und Veronica Kaup-Hasler, Kultustadträtin der Stadt Wien (Credit:Katharina Schiffl)

Die Vienna Film Commission lud heute zur traditionellen Jahrespressekonferenz ein. Die Zahlen für 2024 lassen sich sehen – der Aufwärtstrend von Wien als Filmstandort konnte sich nahtlos fortsetzen. Mit 1288 Ansuchen um Drehgenehmigungen – und ebenso vielen Empfehlungsschreiben an die zuständigen grundverwaltenden Dienststellen – für 670 nationale und internationale Filmprojekte stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um knapp 12 Prozent. Auch bei der Anzahl der Drehtage in Wien (eruiert durch die beteiligten Produktionsfirmen) wurde eine Schippe draufgelegt: 6,7 Prozent mehr als 2023, gesamt 3200. Davon entfielen 1295 auf Spielfilm- und Serienproduktionen. 2024 wurden zudem 188 Empfehlungen für 95 internationale Projekte ausgestellt, das entspricht in etwa dem Vorjahr. Die meisten Projektansuchen aus dem Ausland kamen aus Deutschland, den USA und Großbritannien sowie 26 weiteren Ländern. Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission, fasst zusammen: „Wien ist national und international ein überaus gefragter Drehort. Ich freue mich riesig über den fortgesetzten Höhenflug für die Wiener Filmbranche, der ein klares Zeichen dafür ist, dass die Drehbedingungen in der Stadt Wien außerordentlich filmfreundlich sind und die Vienna Film Commission mit ihrem Service punktgenau die Bedürfnisse der Filmschaffenden trifft.“ 

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„Crystal Wall“-Dreh in Wien (Credit: Vienna Film Commission)

Das betont auch Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft in Wien: „Dass Wien auf der internationalen Filmlandkarte eine immer gewichtigere Rolle spielt und hochkarätige Produktionen anzieht, ist dem Zusammenwirken vieler Faktoren zu verdanken – darunter der exzellenten Arbeit der Vienna Film Commission. Bester Beweis ist der jüngst vergebene Preis für Europas Filmlocation des Jahres (EUFCN Audience Location Award), der ans Schloss Schönbrunn ging, Hauptmotiv für die HBO-Serienproduktion ,The Regime‘ mit Kate Winslet. Die Stadt hat mit dem Ausbau des Filmstandorts und der Arbeit an den besten Rahmen-bedingungen für die Filmwirtschaft, die Basis für die herausragende Arbeit der Vienna Film Commission für den Dreh- und Produktionsstandort Wien geschaffen.“

Beliebte Motive

Ein Blick auf die Motiv-Rangliste zeigt, welche Orte in Wien besonders gefragt waren. Wie 2023 standen auch 2024 die Wiener Stadtgärten ganz oben (Magistratsabteilung 42). Die Parks, Grünanlagen, Alleen, Ballkäfige und Kinderspielplätze der Wiener Stadtgärten sind mit Abstand die begehrtesten Filmlocations der Stadt, gefolgt von den vielen Märkten der MA 59 (Marktamt). An dritter Stelle folgt die MA 29 (Brückenbau und Grundbau) mit ihren Immobilien und Brücken. Die MA 46 (Verkehrsorganisation und technische Verkehrsangelegenheiten) ist mit ihrem Kundencenter Film eine der wichtigsten Kooperationspartner:innen der Vienna Film Commission. Die Zahl der Bescheide durch die MA 46 ist mit 1272 im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent gestiegen.

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Guy Ritchie kam für „Fountain of Youth“ nach Wien (Credit: Vienna Film Commission)

Beliebte Bezirke

Die meisten Dreharbeiten fanden in der Innenstadt von Wien statt, wenngleich die Anzahl im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen ist (18,7 Prozent). Dahinter folgt die Leopoldstadt, die Landstraße, Alsergrund, Döbling und Mariahilf. Gedreht wurde aber in allen 23 Wiener Bezirken.

Film-Highlights

An Produktionen zählt „The Fountain of Youth“ von Guy Ritchie zu den größten internationalen Produktionen, die 2024 Halt machten in der österreichischen Hauptstadt. Das Hauptmotiv war der Prunksaal der Nationalbibliothek, gedreht wurde auch in anderen Teilen der Hofburg sowie im Hochstrahlbrunnen und am Schwarzenbergplatz. Weitere internationale Serviceproduktionen waren u.a. „007 – Road to a Million“ für Amazon Prime Video sowie „Zitronenherzen“ und die Serie „Crystal Wall“ für das ZDF, die Serie „Stationär“ für die ARD, „Die Nichte des Polizisten“ für die ARD und der Kinofilm „Ein fast perfekter Antrag“ mit Iris Berben und Heiner Lauterbach.

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Dreh von „Mother’s Baby“ von Johanna Moder in Wien (Credit: Vienna Film Commission)

Zu den großen nationalen Produktionen oder internationalen Koproduktionen gehörten die Serie „Drunter und Drüber“ für Prime Video, die deutsch-österreichisch-dänische Serie „Other People‘s Money – Die Affäre Cum-Ex“ für das ZDF, „Mother‘s Baby“, „Bibi Blocksberg“, „Meiberger“, „Im Schatten der Angst“, „Ein Münchner im Himmel“, „Mädchen, Mädchen“, „Tatort“, „Der zweite Gang“, „Tage, die es nicht gab“, „Mama ist die Best(i)e“, „Hundertdreizehn“, „Biester“, „Die Totenfrau“, „School of Champions“, „Alles finster“, „Die Liesl von der Post“, „Die Nichte des Polizisten“ u.v.a.

Ausblick

Die Ansage der neuen Bundesregierung, die bestehenden Förderinstrumente FISAplus und ÖFI+ zu evaluieren und weiterzuentwickeln, wurde von Stoisits mit großem Wohlwollen für gut empfunden. Auch die angekündigte Absicht einer Investment Obligation für Streamer würde den Standort stärken. Allerdings „erscheint eine Berücksichtigung ihrer Investitionen vor Ort überlegenswert“, so Stoisits.