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Trailer zu „Michael“ schlägt ein


Trailer-Abrufzahlen für einen Zeitraum von nur sechs Stunden zu vermelden, mag im ersten Moment ungewöhnlich erscheinen, geschuldet war dies aber schlicht dem Zeitpunkt eines Analystengesprächs zur (schwachen) Quartalsbilanz von Lionsgate. Während man sich mit der Resonanz auf das Michael-Jackson-Biopic mehr als zufrieden zeigt, ließ man erneut durchblicken, dass die Entscheidung für einen zweiten Teil erst auf Basis des Boxoffice erfolgen wird.

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Jaafar Jackson als Michael Jackson in „Michael“ (Credit: Glen Wilson)

Happy End für das Biopic „Michael“? Was ursprünglich gerade hierzulande als einer der wichtigsten Titel für das Frühjahr 2025 gehandelt worden war (gegenüber SPOT waren nach der CineEurope 2024 von Kinoseite mitunter millionenschwere Prognosen abgegeben worden), fuhr in seiner ursprünglich geplanten Form gegen die Wand. Denn auch wenn nicht offiziell publik gemacht wurde, an welcher Stelle genau der (immense) Fehler geschah: Klar ist, dass die Ursprungsfassung des Films nicht veröffentlicht werden konnte. Denn sie beinhaltete ganz wesentliche Passagen rund um Jordan Chandler, dessen Familie Missbrauchsvorwürfe gegen Jackson erhoben hatte. Passagen, die aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs nicht Teil eines solchen Werks sein durften.

Schon im Rahmen der CinemaCon 2025 war spekuliert worden, dass Lionsgate das Projekt – für das umfassende Nachdrehs erforderlich wurden – als Zweiteiler in die Kinos bringen könnte. Der Gedanke dahinter war naheliegend: In einem ersten Film nur einen Lebensabschnitt zu beleuchten, der ohne die Missbrauchsthematik auskommen könnte, würde es Lionsgate erlauben, wenigstens einen wesentlichen Teil des Prestigeprojekts zu retten. 

Gestern nun wurde – selbstverständlich nicht zufällig parallel zur Bekanntgabe schlechter Quartalszahlen (zweites Quartal in Folge mit roten Zahlen; 113,5 Mio. Dollar Verlust; 21 Prozent Umsatzminus ggü. Q3 2024 – aber Kinosparte deutlich im Plus) – der erste Trailer zu „Michael“ veröffentlicht. Und schon beim Analystengespräch zum Quartal konnte Adam Fogelson als Chef der Studiosparte auf hervorragende Abrufzahlen verweisen. Demnach habe der Trailer zu „Michael“ innerhalb der ersten sechs Stunden mehr als 30 Mio. Views erzielt. Das seien rund 50 Prozent mehr gewesen, als es „John Wick: Kapitel 4“ mit seinem Trailer geschafft habe. Letzterer war bekanntlich ein Megaerfolg für Lionsgate – mit einem weltweiten Boxoffice von über 447 Mio. Dollar, dem mit Abstand höchsten der Reihe.

Ob aus der einst angeblich 3,5 Stunden umspannenden Rohfassung des Films nun tatsächlich zwei Teile werden? Ist nach wie vor offen – und hängt glasklar an der Performance von „Michael“. Im Analystengespräch erklärte Fogelson, dass man „noch nicht so weit sei“, ein Sequel zu bestätigen, dass das kreative Team aber intensiv daran arbeite, Lionsgate in die Position zu bringen, im Fall der Fälle zeitnah nach dem Start des ersten Films nachzuschießen.

In den USA startet „Michael“ am 24. April im Verleih von Lionsgate, hierzulande bringt Universal den Film am 23. April in die Kinos.