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REVIEW KINO: „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“


Heute feierte „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ im Münchner Mathäser Premiere. Wie die Neuverfilmung der populären Kindermarke unter der Regie von Gregor Schnitzler und aus dem Hause Wiedemann & Berg geworden ist, lesen Sie hier.

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„Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ mit NALA startet am 11. Dezember 2025 (Credit: 2025 Wiedemann & Berg Film / LEONINE Studios)

CREDITS
Land/Jahr: Deutschland/Österreich 2025, Laufzeit: 98 Min, Regie: Gregor Schnitzler, Buch: Bettina Börgerding, Cast: Nala, Carla Demmin, Philomena Amari, Balthazar Gyan Alexis Kuppuswamy, Shanti Celik, Fia-Marie Lin, Aithonas Avgoustakis, Rosalie Thomass, Friedrich Mücke, Heike Makatsch, Maria Happel, Sophie Rois, Lorna Ishema, Palina Rojinski, Robert Palfrader, Lisa Wagner, Alli Neumann Produktion: Quirin Berg, Johanna Bergel, Max Wiedemann (Wiedemann & Berg), Ausführende Produktion: Bernd Krause, Koproduktion: Gabriele Salomon (Kiddinx), Martina Priemer (Good Time Holding), Jakob Pochlatko, Dieter Pochlatko (Epo Film), Verleih: Leonine; D-Start: 11. Dezember 2025

REVIEW
„Bibi Blocksberg“ gehört zu den bekanntesten Kindermarken hierzulande. Unzählige Hörspiele, Bücher, auch eine Animationsserie und zwei Live-Action-Kinofilme entstanden über die Abenteuer der frechen, jungen Hexe, die wie „Benjamin Blümchen“ Bestsellerautorin Elfie Donnelly ersann. Die erste Realfilmadaption aus dem Jahr 2002 – im Verbund von Bavaria und Constantin entstanden – erreichte über zwei Mio. Besucher:innen. Nun produzierte die renommierte Schmiede Wiedemann & Berg, die bereits mit der Neuauflage der Kinderkrimimarke „Die drei ???“ erfolgreich ist, einen neuen „Bibi“-Film zusammen mit dem Rechteinhaber Kiddinx und der österreichischen Epo Film. Leonine startet „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ in der Vorweihnachtszeit und setzt auf Langläuferqualität über die Feiertage hinweg. Ein zweiter „Bibi“-Film ist bereits abgedreht. Man hat also großes Vertrauen in den Stoff.

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„Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ mit Heike Makatsch als Antagonistin und Shanti Celik als ihre Schülerin (Credit: 2025 Wiedemann & Berg Film / LEONINE Studios)

Immerhin wurde im „Bibi“-Universum bzw. im Kinderfilm/Family Entertainment bewährtes Personal rekrutiert, etwa Drehbuchautorin Bettina Börgerding, die mit Detlev Buck das „Bibi & Tina“-Filmfranchise kreierte, und die Songschreiber Peter Plate und Ulf Leo Sommer, die bei „Bibi & Tina“ ihre Ohrwurm-Qualität auch fürs junge Publikum unter Beweis stellten. Gregor Schnitzler, der zuletzt mit „Die Schule der magischen Tiere“ einen Hit für Kids inszenierte, führte mit großer Lust Regie. Mit dem ausführenden Produzenten Bernd Krause gehört ein Producer der ersten beiden Live-Action-Adaptionen zum Team.

Gemeinsam mit den Crewmitgliedern verpasste man „Bibi Blocksberg“ einen frischen, fröhlichen, jüngeren und zeitgemäßen Anstrich. Das bedeutet, dass gleich mehrere, eingängige, auch tanzbare Songs eingebaut werden, etwa einer mit dem programmatischen Titel „Keine Langeweile“, dem sicher niemand widersprechen wird. Die „Bibi“-Filme von 2002 und 2004 unter der Regie von Hermine Huntgeburth bzw. Franziska Buch spielten ein bisschen mit Motiven des Horrorfilms, wo Hexen üblicherweise zu Hause sind. Die Farbpalette war eher gedeckt, die Ausstattung eher realistisch. Nun setzten die Macher:innen auf einen kunterbunten Look mit kräftigen Farben, ein bisschen zwischen „Die Schule der magischen Tiere“ und „Bibi & Tina“. Die neue Bibi (gespielt von Nala) sieht mit roter Schleife im Haar, Ponyfrisur und grünem Oberteil ihrer Vorlage aus den Büchern ähnlicher als ihre Vorgängerin Sidonie von Krosigk.

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Rosalie Thomass und Nala als Mutter und Tochter in „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ (Credit: Wiedemann & Berg Film / Kiddinx Studios / EPO-Film / LEONINE Licensing / Marco Nagel )

Horrorelemente fehlen ganz im Film, werden durch kindgerechte Dramatik ersetzt. Wie es sich für einen ersten Film gehört, wird die Protagonistin und ihre Welt standesgemäß vorgestellt. Bibi ist eine Junghexe, die mit ihrem Normalo-Vater (Friedrich Mücke) und ihrer Mutter (Rosalie Thomass), die auch Hexe ist, in einer pittoresken Kleinstadt namens Neustadt lebt. Das Mächen ist dafür berüchtigt, dass sie im Überschwang mit ihrem gutgemeinten Zauber für Chaos sorgt – auch beim titelgebenden „großen Hexentreffen“ auf dem Blocksberg natürlich. Heike Makatsch hat wie in „Benjamin Blümchen“ als Zora Zack einen gelungenen Auftritt als zackige Antagonistin. Hier will sie die Junghexen in ihr graues Internat stecken und ihnen ihre Besen wegnehmen und überhaupt das Regime übernehmen. Bibi erweist sich mithilfe ihrer jungen Freund:innen und auch ihres Vaters als echte Heldin und Retterin in der Not. Neu unter den Freund:nnen ist ein kecker Junge (Alexis Kuppuswamy), der einige, klassische Zaubertricks drauf hat.

Sympathisch startet der Film mit einem normalen Morgen für die Hauptfigur, in die sich auch das Publikum wohl jeden Alters einfühlen kann, wenn der Wecker zu früh klingelt, sie sich mit ein paar Zaubersprüchen aber schneller fertig machen kann. Und er endet sympathisch mit einer ausgelassenen Feier, bei der gesungen und getanzt wird, und auch das Filmteam bei der Arbeit zu sehen ist. „Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen“ verdient den Namen Family Entertainment, in dem nicht nur die junge wie erwachsene Besetzung offensichtlich mit Spaß bei der Sache ist, sondern es auch das Publikum jeden Alters sein kann. Ein komisch-albernes Highlight für Erwachsene ist das Trinkspiel der von der wie immer wunderbaren Sophie Rois und Maria Happel gespielten Hexen.