In den vergangenen Jahren hat die European Film Academy dem europäischen Film im Rahmen des „Month of European Film“ im Vorfeld der Verleihung der European Film Awards mehr Sichtbarkeit verschafft. Durch die neue Terminierung der Verleihung im Januar dauert die Aktion, die künftig als „European Award Season“ firmiert, in diesem Jahr zwei Monate.
100 Städte in Europa haben sich mit einer Rekordzahl von insgesamt 16.000 Vorführungen und 467.000 verkauften Tickets im vergangenen Jahr am Month of European Film beteiligt, mit dem die European Film Academy dem europäischen Film mehr Sichtbarkeit verschaffen will.
Im fünften Jahr der von Creative Europe MEDIA unterstützten Initiative wird der Month of European Film nun infolge der neuen Terminierung der bisher im Dezember verliehenen European Film Awards für den 17. Januar 2026 nicht nur auf zwei Monate verlängert, sondern bekommt mit European Award Season auch einen neuen Namen.
Doch nicht nur der Name ist neu, es gibt in diesem Jahr auch neue Teilnehmerstädte und -länder. So sind mit Hongkong, Santiago de Chile, Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt erstmals auch Städte außerhalb Europas mit von der Partie. Neu dabei sind außerdem Liechtenstein mit dem Kino Skino in Schaan, das Thule Kino in Kuressaare auf der estnischen Insel Saaremaa,das historische Grand Skandia in Stockholm, vier weitere Partner in Frankreich – das Bel Air in Mulhouse, das Café des Images in Hérouville, das Le Studio 43 in Dünkirchen und das Les Carmes in Orléans – sowie in Polen – das Gdynia Film Centre, das Kameralne Café in Danzig, das Kino Kultura in Warschau und das Pionier1907 in Stettin.
Teil der European Award Season ist auch der von der CICAE organisierte European Arthouse Cinema Day am 23. November.
Matthijs Wouter Knol, Geschäftsführender Direktor der European Film Academy, erklärt: „Die European Award Season knüpft nahtlos an die internationale Award Season an und rückt europäische Filme ins Rampenlicht, die das Potential haben, bei Preisverleihungen außerhalb Europas eine Rolle zu spielen. Wir wollen diesen Zeitraum nutzen, die Sichtbarkeit des europäischen Kinos zu stärken und damit die Neugier der Menschen für die europäischen Filme wecken, die sie bis dahin verpasst haben. Das ist eine Chance, die wir gemeinsam mit unserem breiten Netzwerk europäischer Partner:innen nutzen möchten.“
Start der European Award Season ist mit der morgigen Bekanntgabe der Nominierungen für die European Film Awards. Von da an haben nicht nur die Mitglieder der European Film Academy einen Monat länger Zeit, die Filme zu sichten und ihre Stimme abgeben, Verleiher und Kinobetreiber haben auch länger Zeit, die nominierten Filme beim Publikum zu bewerben. Den Auftakt bildet ein Pilotprogramm der Berliner Yorck-Kinogruppe, in dessen Rahmen in jeder Woche von einem in Berlin lebenden Mitglied der European Film Academy einer der nominierten Filme in einem der Kinos der Gruppe vorgestellt wird.
Neben den für die European Film Awards nominierten Filmen zeigen die an der European Award Season teilnehmenden Kinos auch andere europäische Filme wie beispielsweise die für den LUX-Publikumspreis 2026 und den European Young Audience Award nominierten.
Die bereites beim Month of European Film bestehenden Kooperationen mit der Streaming-Plattform MUBI, mit der Dokumentarfilmplattform DA Film und mit FestivalScope, wo die Kurzfilmkandidaten für den European Film Award präsentiert werden, werden auch in der European Award Season fortgesetzt. Neu ist hingegen die Zusammenarbeit mit der Bibliotheksplattform filmfriend, die mit 862 öffentlichen Bibliotheken in deutschsprachigen Ländern Europas verbunden ist. Alle Bibliotheksmitglieder können auf dieser Plattform im Rahmen ihres Abonnements europäische Filme aus der Geschichte der European Film Awards ansehen. Im Januar 2026 wird Arte Filme der Ehrenpreisträgerinnen Liv Ullmann und Alice Rohrwacher auf seiner digitalen Plattform sowie im linearen Programm präsentieren.