Einen Namenswechsel hatte das Biopic „Golden“ von Michel Gondry schon hinter sich, eine Veröffentlichung wird es nicht mehr erleben. Statements der Filmschaffenden selbst zufolge habe man im Schnitt erkannt, dass es den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werde. Es wäre das zweite Williams-Biopic binnen weniger als neun Monaten gewesen, das Universal in die Kinos gebracht hätte.

Es ist kein einzigartiger Vorgang und keineswegs der prominenteste – aber doch einer, der wieder einmal aufhorchen lässt: Wie „Variety“ zuerst berichtete, wird das Pharrell-Williams-Biopic „Golden“ von Michel Gondry nicht mehr fertiggestellt und damit auch nicht veröffentlicht werden. Die Entscheidung sei von Produzenten und Filmschaffenden gemeinsam getroffen worden, nachdem diese in der frühen Phase der Postproduktion festgestellt hätten, dass das Werk den eigenen Ansprüchen nicht genüge.
„Als wir alle in den Schneideraum kamen, haben wir gemeinsam entschieden, dass es keinen Weg gibt, die Geschichte so zu erzählen, wie wir sie uns ursprünglich vorgestellt haben. Wir schätzen all die harte Arbeit der talentierten Schauspieler und der Crew. Wir sind zwar enttäuscht, dass wir diesen Film nicht realisieren können, aber wir haben unglaubliche Partner bei Universal und werden bald wieder in einer anderen Funktion zusammenarbeiten“, so Gondry und Williams in einer gemeinsamen Erklärung.
Williams fungierte neben Gil Netter und Mimi Valdes als Produzent des Projekts, das sich auf seine Kindheit fokussieren sollte.
Seitens Universal, die dem Variety-Bericht zufolge rund 20 Mio. Dollar in das zunächst „Atlantis“ betitelte Projekt gesteckt hatten, gab es kein Statement. Zuletzt war der Film von Universal für einen US-Kinostart bereits am 5. Mai vorgesehen gewesen, wobei sich Variety auf Insider bezieht, wonach dieses Datum intern bereits zur Disposition gestanden habe.
Unterdessen berichtet der (mitunter recht marktschreierisch aufgestellte) US-Blog „World of Reel“, dass das Publikum kürzlich abgehaltener Testvorführungen ausgesprochen positiv bis enthusiastisch auf „Golden“ reagiert habe.
Wäre „Golden“ wie geplant in die Kinos gekommen, wäre es – noch dazu ebenfalls im Verleih von Universal – das zweite Pharrell-Biopic innerhalb von weniger als neun Monaten gewesen. Der innovative „Piece by Piece“, der komplett in LEGO-Optik erzählt wurde, fiel beim Publikum durch. In den USA spielte das mit geschätzten 16 Mio. Dollar Budget ausgesprochen günstig produzierte Werk gerade einmal 9,76 Mio. Dollar ein, außerhalb der USA kamen weniger als 900.000 Dollar zusammen.