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ÖFI+: Bedeckung aller aktuell eingereichten Kinoprojekte gewährleistet


Gute Nachrichten für die österreichische Filmbranche: Das Ministerium hat so viel Geld lockergemacht, dass alle aktuellen, bei ÖFI+ bereits zugesagten Kinoprojekte sichergestellt sind. Der Antragsstopp dort ist damit aber immer noch nicht behoben. Auch bei FISA+ ist vor der Bildung einer neuen Regierung noch keine Antragstellung möglich.

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Dreharbeiten in Wien (Credit: Vienna Film Commission

Die Förderschiene ÖFI+ war zuletzt in Schieflage geraten (wir berichteten). Nicht nur kann das Österreichische Filminstitut vor Bildung einer neuen Bundesregierung keine neuen Anträge für ÖFI+ mehr annehmen. Auch bereits zugesagte Mittel aus 2024 ließen auf sich warten, was hinter einige Kinofilmprojekte ein großes Fragezeichen setzte, wie es weitergehen soll, wie es weitergehen kann. Via APA-Presseaussendung erklärte das Kulturministerium (BMKÖS) heute, dass die notwendigen Gelder nun nach Konsens mit dem Finanzministerium freigegeben werden konnten. Man einigte sich auf zusätzliche 13,8 Mio. Euro. Davon kommen 7 Mio. Euro aus dem vorgesehenen Budget für das laufende Jahr und 6,8 Mio. Euro aus einer Rücklagenentnahme, die mit dem Finanzministerium vereinbart worden sei. Zuvor waren zusätzlich 10 Mio. Euro bereitgestellt worden, die aber für die Bedeckung nicht ausgereicht hatten.

Die große Nachfrage nach dem Fördermodell ÖFI+ sei in diesem Ausmaß nicht erwartet worden. Deshalb sah man sich beim Filminstitut gezwungen, einen Vorgriff auf das Budget von 2025 zu tätigen (insgesamt beträgt das Jahresbudget 37,5 Mio. Euro), um die Fördergelder für 2024 sicherzustellen. Die zahlreichen noch Ende des Vorjahres eingegangenen Anträge hätten laut einem Bericht im Kurier auch mit der angekündigten Richtlinienverschärfung zu tun. Der erfolgte Antragsstopp ist mit dem nun bereitgestellten Geld nicht behoben. Das fürs Budgetjahr 2025 vorgesehene Geld sei laut Kurier bereits jetzt mehr als ausgeschöpft. Dennoch ist es ein gutes Zeichen, dass erst einmal alle bereits zugesagten Projekte grünes Licht erhalten haben. Mit der jetzigen Übereinkunft mit dem Finanzministerium löse das Ministerium sein „Versprechen gegenüber der Filmwirtschaft“ ein, formuliert es Kulturminister Werner Kogler. Er appelliert aber an eine zukünftige Bundesregierung, die „möglichst rasch eine Perspektive für den Fortbestand dieser Erfolgsgeschichte geben und auch in den kommenden Jahren für eine ausreichende Finanzierung sorgen muss“.

Nach der guten Nachricht äußerte sich die österreichische Branche erfreut: „Heute ist ein guter Tag für den österreichischen Film: Alle bei ÖFI+ aktuell eingereichten Kinofilmprojekte können aufgrund der Bereitstellung neuer Budgetmittel durch das BMKÖS nun finanziell bedeckt werden. Das bedeutet insbesondere, dass die Dreharbeiten österreichischer und internationaler Filme sichergestellt sind und wie geplant stattfinden können. Ich möchte mich im Namen von 7000 Unternehmen und über 20.000 Beschäftigten in der Filmbranche bei Kulturminister Werner Kogler und Finanzminister Gunter Mayr für ihr entschlossenes Handeln für das Kinoanreizmodell ÖFI+ bedanken“, so Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Obmann des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft

Wie es bei FISA+ weitergeht, das beim Wirtschaftsministerium angesiedelt ist und für TV/Streaming/Serviceproduktionen vorgesehen ist, ist aufgrund der ungewissen politischen Situation nach wie vor unklar. Hier werden derzeit ebenfalls keine neuen Anträge angenommen. Der Kurier hat berichtet, dass hier ein Antragsvolumen von rund 34 Millionen Euro offen sei. Alexander Dumreicher-Ivanceanu appelliert deshalb an das Wirtschafts- und Finanzministerium, „nun rasch beim Anreizmodell FISAplus die notwendigen Mittel für alle 2024 gestellten Anträge für TV- und Streaming-Projekte freizugeben und gleichzeitig die neuen Richtlinien in Kraft zu setzen, damit Anträge 2025 möglich werden. An eine neue Bundesregierung ergeht der Appell, mit den richtigen filmpolitischen und budgetären Maßnahmen die Anreizmodelle ÖFI+ und FISAplus nachhaltig so aufzustellen, dass sich der Filmstandort Österreich weiter positiv und vielfältig entwickeln kann. Ziel muss es sein, die derzeit wegen des Budgetprovisoriums geschlossenen Antragsplattformen von ÖFI+ und FISAplus so rasch wie möglich wieder zu öffnen und Rahmenbedingungen zu garantieren, dass neue Filmprojekte ausreichend bedeckt werden können“, so Dumreicher-Ivanceanu abschließend.