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Netflix-Animateure treten Gewerkschaft bei


Die US-Animatieure drängen weiter auf Repräsentation durch Gewerkschaften. Neben Personal von Netflix Animation und Animateure der Universal-Serie „Ted“ schließt sich auch das Indie-Studio SpindleHorse der Animation Guild an.

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Netflix Animation hat an Guillermo del Toros „Pinocchio“ mitgewirkt (Credit: Netflix)

Die Welle der gewerkschaftlichen Organisierung in der US-Animationsbranche nimmt weiter Fahrt auf. Wie Variety berichtet, streben Produktionsmitarbeitende von Netflix Animation, die Crew der NBC-Universal-Serie „Ted“ sowie die Künstler:innen des unabhängigen Studios SpindleHorse einen Beitritt zur Animation Guild (IATSE Local 839) an.

Bei Netflix Animation hat eine Gruppe von rund 60 Produktionskräften offiziell die Anerkennung ihres Gewerkschaftsbeitritts beantragt. „Produktionsmitarbeitende verdienen denselben Schutz wie andere Künstler“, betont Koordinatorin Ana Tessier. Der Schritt sei ein Signal, dass auch bei Streaming-Produktionen langfristige Karriereperspektiven gesichert werden müssten. Netflix Animation hat unter anderem an Guillermo del Toros Oscargewinner „Pinocchio“ mitgewirkt.

Auch am Set von „Ted“ wächst der Druck: Zwölf Beschäftigte beantragten den Beitritt sowohl zur Animation Guild als auch zur Editors Guild (IATSE Local 700). Produktionskoordinatorin Kelly Simmons verweist auf den Rückenwind durch ähnliche Initiativen in den vergangenen Jahren. „Es ist inspirierend zu sehen, wie viele Teams den Schritt gegangen sind – ich hoffe, wir ermutigen andere, sich anzuschließen.“

Der dritte Schauplatz der aktuellen Bewegung ist das von Vivienne Medrano gegründete Studio SpindleHorse, das u. a. für „Hazbin Hotel“ (Prime Video) und „Helluva Boss“ verantwortlich zeichnet. Dort erhielten 106 Artists – darunter Storyboarder, Designer und FX-Spezialisten – Mitte September die freiwillige Anerkennung des Gewerkschaftsbeitritts. Damit etabliert sich erstmals ein unabhängiges Studio aus dem Indie-Sektor im Verbund von TAG.

„SpindleHorse zeigt, dass auch jenseits der großen Konzerne nachhaltige Strukturen möglich sind“, so Clean-Up-Artist Melanie An. Die Gewerkschaft sieht darin einen Durchbruch: „Von DreamWorks über Disney bis Nickelodeon – Produktionskräfte kämpfen längst für faire Löhne und verlässliche Verträge. Nun sind auch Netflix und SpindleHorse Teil dieser Bewegung“, unterstreicht Organizerin Allison Smartt.