Die MOIN Filmförderung lud am 24. Juni zu ihrem traditionellen Mittsommerfest auf Kampnagel ein. Die Branche ließ sich durch die kurze Sommerpause in der Hansestadt nicht aus der Feierlaune bringen. Dr. Carsten Brosda hielt eine flammende Rede auf das filmische Geschichtenerzählen, das in all der Verrücktheit der Welt für eine gewisse Ordnung sorgen könne – und Helge Albers hob die Stabilität des Standorts hervor und bedankte sich bei der Stadt für ihren unermüdlichen Support und die Erhöhung des Etats für die Jahre 25/26.

Ein:e Hamburger:in lässt sich auch durch die kurze Sommerpause in der Hansestadt nicht die Feierlaune verderben und trotzt Wind und Wetter: Auf Kampnagel, dem zum Kulturzentrum umfunktionierten ehemaligen Maschinenfabrik-Gelände in Hamburg-Winterhude, strömten die Gäste zahlreich zum Sommerfest, zu dem die MOIN Filmförderung am 24. Juni geladen hatten. MOIN-Chef Helge Albers – im sommerlich weißen Anzug trotz Regenwetter und wie immer in chicen farbigen Chucks (orange diesmal) – bedankte sich bei all den vielen Sponsoren – über 61 dieses Jahr! – , die diese traditionelle Veranstaltung möglich gemacht haben. Stolz sei man am Standort Hamburg-Schleswig-Holstein, dass der Etat für die Jahre 2025 und 2026 um insgesamt 10 Millionen Euro erhöht worden sei, so Albers, der sich bei den anwesenden Vertretern für den Support bedankte. „Das ist Steuergeld, das ist Geld für die Branche. Wie wir es einsetzen, darüber sprechen wir in den nächsten Monaten. Ich freue mich auf Ankündigungen, die noch kommen werden. Es stehen gute Zeiten bevor für uns. Vielen Dank dafür! In Hamburg stehen die Zeichen auf Stabilität“, so Albers.

Dr. Carsten Brosda, Hamburgs Senator für Kultur und Medien, hielt in gewohnt eloquenter Art und Weise eine flammende Rede für die Freiheit des kreativen Schaffens. „Wir müssen uns schon fragen, ob mittlerweile alle auf der Welt verrückt geworden sind“, fing er an. Ein bisschen Ordnung könne man da vielleicht wieder durchs Geschichtenerzählen wieder bekommen, weil sie eine Idee davon seien, wie man die Dinge wieder zueinander in Beziehung setzen kann. „Es geht nicht darum, Preise zu gewinnen, es geht darum, dass das Geschichtenerzählen als solches wichtig ist, das Entscheidende ist.“ Launig zitierte er „Ben Hur“.

Zu den zahlreichen illustren Gästen zählten die Teams von „Amrum“, „Billie“, „Small Town Girl“, „Hygge“ „Großstadtrevier“, „Notruf Hafenkante“, Filmschaffende wie İlker Çatak, Sheri Hagen, Hermine Huntgeburth, Dennis Gansel, Sönke Wortmann, Michael Lehmann, Verena Gräfe-Höft; Schauspieler wie Bjarne Mädel, Stephen Kampwirth, Pheline Roggan, Luna Jordan, Katharina Wackernagel, Tomomi Themann, David Schütter, Filip Schnack.

Im Anschluss an die Reden wurde gefeiert. Offiziell geht es bis 2 Uhr morgens. Aber wer Hamburg kennt, der weiß, dass das bei Karaoke, Pingpong und guter Tanzmusik nur ein Richtwert ist.