Eine offizielle Meldung steht noch aus, aber nachdem „Michael“ auf der CinemaCon bei der Lionsgate-Veranstaltung mit keinem Wort erwähnt wurde, verdichten sich die Anzeichen, dass das Michael-Jackson-Biopic wohl nicht in diesem Jahr starten wird, dafür aber im kommenden Jahr auf zwei volle Filme aufgesplittet wird.

Kurzer Flashback: Bei der CinemaCon-Präsentation von Lionsgate im Jahr 2024 war „Michael“ das Centerpiece, eine erste Szene und eine Collage aus dem Film von Antoine Fuqua über Michael Jackson, produziert von „Bohemian Rhapsody“-Produzent Graham King, war der Höhepunkt und gab Anlass zu höchsten Blockbuster-Hoffnungen für den damals vorgesehenen Kinostart im April 2025. Nun wissen wir längst, dass es eine problematische Produktion gewesen sein soll und dass ein Streit um Persönlichkeitsrechte dazu geführt hat, den Film erst einmal auf Oktober dieses Jahres zu verlegen.
Dass diese Termin nun womöglich auch nicht gehalten werden kann, verdichtet sich seit der CinemaCon-Präsentation vor einem Tag, weil zwar eine volle Staffel für 2025 vorgestellt wurde, aber „Michael“ mit keinem Wort erwähnt wurde. Seither verdichten sich die Gerüchte, dass der Film nicht mehr in diesem Jahr kommen wird. Allerdings wird dann wohl als Grund angegeben, dass aus dem als Film geplanten Projekt in bester „Wicked“- (oder für die älteren uns: „Kill Bill“-)Manier zwei Filme gemacht werden sollen, das aktuell dem Vernehmen nach als vierstündiger Rough Cut bestehende Biopic dann auf zwei Filme aufgesplittet wird. Wenn das 2028 mit vier Filmen über die Beatles möglich sein soll (Shoutout in Richtung Sony für diesen mutigen Move), dann geht das 2026 auch mit zwei Jackson-Filmen. Womöglich könnte der erste Teil allerdings noch im Dezember zur Feiertagszeit starten.
„Michael“ wird in Deutschland von Universal in die Kinos gebracht. Zwischenzeitlich hatte es in Las Vegas noch geheißen, dass es bei der gerade beendeten Universal-Präsentation eine entsprechende Ansage zu einer Verschiebung geben würde. Das ist allerdings nicht passiert.
Aus Las Vegs berichtet Thomas Schultze.