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Kirsten Niehuus: „Die Hauptstadtregion ist stabil durch das Krisenjahr 2024 gekommen“


Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat heute die Förderbilanz für das Jahr 2024 vorgelegt.

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Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus (Credit: MBB)

Das Medienboard Berlin-Brandenburg hat im vergangenen Jahr insgesamt rund 47 Mio. Euro an Fördermitteln vergeben, darunter 26,7 Mio. Euro für die Produktion von 95 Filmen und Highend-Serien. Wie das Medienboard heute im Rahmen der Präsentation seiner Förderbilanz für 2024 bekannt gab, hätten diese Produktionen mit 132 Mio. Euro für das Fünffache an Investitionen am Standort Berlin-Brandenburg gesorgt; bei den Serienproduktionen (29 Mio. Euro) habe der Regionaleffekt sogar bei 700 Prozent gelegen. Die Drehtage in der Hauptstadtregion seien um rund zehn Prozent – und damit weniger als im Bundesvergleich – zurückgegangen; mit 5.000 Drehtagen liege man auch 2024 an der Spitze in Deutschland.

„Die Hauptstadtregion ist stabil durch das Krisenjahr 2024 gekommen und wir freuen uns über jede Menge künstlerischer und wirtschaftlicher Erfolge der Filmbranche am Standort. Aber auch wenn der Standort Berlin-Brandenburg robust ist, bleibt die Situation herausfordernd, bis ein international konkurrenzfähiges Fördermodell in Deutschland dauerhaft verankert wird“, erklärte Geschäftsführerin Kirsten Niehuus bei der Präsentation der Medienboard-Jahresbilanz.

Wie das Medienboard weiter betont, seinen sowohl die drei deutschen Kino-Besuchermillionäre des Jahres 2024, „Die Schule der magischen Tiere 3“, „Chantel im Märchenland“ und „Eine Million Minuten“, als auch die drei erfolgreichsten Dokumentarfilme des Jahres, „Riefenstahl“, „Element of Crime – Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin“ und „Die Unbeugsamen 2 – Guten Morgen, ihr Schönen!“, „mit maßgeblicher Unterstützung von MBB ermöglicht worden“. Insgesamt hätten in 2024 12,6 Mio. Besucher Medienboard-geförderte Filme in den deutschen Kinos gesehen, das entspreche einem Anteil von 81 Prozent an den insgesamt 15,5 Mio. Besuchern deutscher Filme insgesamt.

Auch im Bereich Streaming verzeichnet das Medienboard nach eigenen Angaben Erfolge der von ihm geförderten Serien. So erreichte die mehrfach ausgezeichnete und Mitte Januar für den Grimme-Preis nominierte Serie „Die Zweiflers“ in der ARD-Mediathek Ende November in der ARD Mediathek mehr als 3,8 Mio. Aufrufe, die zweite Staffel der Netflixserie „Die Kaiserin“ war allein in der ersten Woche weltweit von 6,7 Mio. Zuschauer gesehen worden.

Zu den „internationalen, künstlerischen Erfolgen des vergangenen Festivaljahres“ zählt das Medienboard Pablo Larrains Maria-Callas-Biopic „Maria“, das in Venedig Premiere gefeiert hatte und in der Kategorie „Beste Kamera“ für einen Oscar nominiert ist, die Cannes-Wettbewerbsbeiträge „Megalopolis“ und „Motel Destino“ sowie elf Lolas für fünf MBB-geförderte Filme beim Deutschen Filmpreis und acht Auszeichnungen für vier MBB-geförderte Filme bei der Berlinale 2024.

2,8 Mio. Euro hatte das Medienboard 2024 in die Förderung der „einzigartigen Kinovielfalt“ investiert, davon 1,5 Mio. Euro in Form der Kinoprogrammpreise.

Im Bereich der VFX-Förderung hat das Medienboard im vergangenen Jahr 5,7 Mio. Euro ausgeschüttet, u.a. an „Die Schule der magischen Tiere 4“, die „Momo“-Neuverfilmung, die Netflixserie „Achtsam Morden“, „Der Medicus 2“ und Tom Tykwers Berlinale-Eröffnungsfilm „Das Licht“; insgesamt ist das Medienboard nach eigenen Angaben mit 15 von ihm geförderten Filmen auf der kommenden Berlinale vertreten.

Erste Erfolge vermeldet das Medienboard Berlin-Brandenburg für die neue Lotsenstelle für Drehgenehmigungen, die im Mai 2024 ihre Arbeit aufgenommen hat; neue Antragsformulare und engere Zusammenarbeit mit Bezirken und Zentraler Straßenverkehrsbehörde hätten zu einem „effizienterem Workflow“ geführt.

Ausblick auf 2025

Neben einer Bilanz des Förderjahres 2024 hat das Medienboard Berlin-Brandenburg heute auch einen Ausblick ins laufende Jahr gewagt. So wies man auf die erste Förderrunde des Jahres hin, in der Ende Januar mehr als vier Mio. Euro ausgeschüttet worden waren.

Auf Festivals und im Kino werde neben 15 Filmen auf der Berlinale u.a. mit Filmen wie İlker Çataks „Gelbe Briefe“, Emily Atefs „Mercy“, Christian Petzolds „Miroirs No. 3“, Robert Schwentkes „Control“, Wes Andersons „The Phoenician Scheme“, Fatih Akins „Amrum“, Philipp Stölzls „Der Medicus 2“, Mia Maariel Meyers „22 Bahnen“, Anna Rollers „Allegro Pastell“, Erik Schmitts „Das Leben der Wünsche“ und Florian Dietrichs „One Hit, No Wonder“ vertreten sein.

Dreharbeiten sind in der Hauptstadtregion u.a. für David Wnendts „Athos 2643“, Ruben Östlunds „The Entertainment System is down“, Lars Kraumes „Consultants“ und die fünfte Staffel von „Babylon Berlin“ geplant.