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Karlsruher Schauburg mit Spitzenpreis der BKM gewürdigt


Das beste Jahresfilmprogramm 2023 bot nach Ansicht der BKM-Jury die Schauburg in Karlsruhe. Deren Betreiber durfte damit nach 2012 erneut den Spitzenpreis mit nach Hause nehmen. Spitzenpreise in den Unterkategorien gingen nach Münster, Hamburg und Bad Soden. Bei den Verleihern setzten sich Pandora, Plaion und DCM durch.

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Die Karlsruher Schauburg ist nicht zuletzt ein Mekka für 70mm-Fans (Credit: IMAGO/Steinach)

Als Veranstaltungsort des Filmtheaterkongresses mag Karlsruhe (auch dank der damaligen Baustellen) einst nicht allzu viele Freunde gefunden haben. Für einen Kinoliebhaber hat der Ort (und die nähere baden-württembergische Umgebung…) aber jedenfalls einiges zu bieten. Findet auch die BKM-Kinoprogrammpreisjury, deren Vorsitz in diesem Jahr Neue-Visionen-Geschäftsführer Torsten Frehse innehatte. Denn nach 2012 war es nun erneut die Karlsruher Schauburg, der man bescheinigte, das beste Jahresfilmprogramm geboten zu haben. Insgesamt 22.500 Euro (inklusive einer zusätzlichen Prämie in Höhe von 2500 Euro für das Dokumentarfilmprogramm) gehen in die Fächerstadt – wie üblich verbunden mit der Aufgabe, die nächstjährige Verleihung auszurichten.

In diesem Jahr oblag die Ehre Christopher Bausch, der 2023 mit dem Frankfurter Harmonie gewonnen hatte und die diesjährige Verleihung in die Eventlocation Zoom holte. Dort durften sich insgesamt 239 Programmkinos über Prämien in einer Gesamthöhe von 1,8 Mio. Euro freuen. Ursprünglich war vorgesehen gewesen, diese Summe um 200.000 Euro zu kürzen, die BKM sah jedoch letztlich von diesem Schritt ab. Für eine Auszeichnung beworben hatten sich 300 Kinos.

Zur Gesamtübersicht der prämierten Kinos

Neben dem Spitzenpreis für das Jahresfilmprogramm (des Vorjahres) galt es natürlich erneut, Spitzenpreise in drei Unterkategorien zu vergeben – jeweils dotiert mit 10.000 Euro. Das Schloßtheater aus Münster erhielt den Spitzenpreis für das beste Kinder- und Jugendfilmprogramm 2023. Für das beste Kurzfilmprogramm wurde das Hamburger 3001 Kino ausgezeichnet, während das Bad Sodener Casablanca für das beste Dokumentarfilmprogramm 2023 geehrt wurde. 

Unter dem Vorsitz von Kevin Beck, dem Geschäftsführer des Scala Programmkinos Lüneburg, hatte die Jury für die Verleihprogrammpreise getagt, die an drei gewerbliche Filmverleiher für ihre „herausragenden Leistungen in der Verbreitung künstlerisch wertvoller Filme“ gingen. Jeweils mit 75.000 Euro dotiert, wurden sie in diesem Jahr Pandora Film, Plaion Pictures und DCM zugesprochen. Beworben hatten sich 23 Verleihunternehmen.

Anlässlich der Verleihung betonte Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Kinos sind Räume des Sehens und Wahrnehmens, des Gesprächs und der Diskussion. Damit sind sie ein bedeutender Teil der kulturellen Infrastruktur. Den Kinobetreibern verdanken wir in Kleinstädten und ländlichen Regionen oft das letzte kulturelle An- und Aufgebot. Gerade die Preisträger des heutigen Abends stehen für den Kulturort Kino, den sie mit sorgfältig kuratierten Filmprogrammen zu einer Attraktion machen. Dabei stehen auch sie, wie alle Kinos in Deutschland, vor großen Herausforderungen. Um sie zu unterstützen, stärken wir mit der geplanten Reform der Film- und Kinoförderung insbesondere die kulturelle Verleih- und Kinoförderung. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf Häuser, die mit ihrer Programmarbeit besondere Anreize setzen für den Verleih kulturell anspruchsvoller Filme.“

Die vielfach ausgezeichnete Schauburg ist das älteste Kino in Karlsruhe. Sie verfügt über drei Säle, von denen der größte nicht umsonst „Cinerama“ getauft ist. Denn dort findet sich nicht nur eine entsprechende Leinwand, sondern auch ein 70mm-Projektor – generell gilt die Schauburg als Mekka für Fans der 70mm-Projektion. Entgegengenommen wurde der Preis von Saskia Fleischhauer, Mitglied der Geschäftsführung.