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Japan zieht mit Kabuki-Epos „Kokuho“ ins Oscarrennen


Japan entscheidet sich bei der Auswahl für ihren Oscarbeitrag für das historische Epos „Kokuho“ von Lee Sang-il. Das Drama über einen Kabuki-Schauspieler sticht u.a. den Locarno-Gewinner „Tabi to Hibi“ und Mamoru Hosodas neuen Film „Scarlet“ aus.

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„Kokuho“ von Lee Sang-il (Credit: Trigon Film)

Japan hat Lee Sang-ils Kabuki-Drama „Kokuho“ als offiziellen Kandidaten für die Kategorie „International Feature Film“ bei der 98. Oscarverleihung nominiert, wie die Motion Picture Producers Association of Japan am Donnerstag bekanntgab.

Der Film erzählt die Geschichte des 14-jährigen Kikuo, der nach dem Tod seines Yakuza-Vaters unter die Obhut eines renommierten Kabuki-Schauspielers kommt. Gemeinsam mit dessen Sohn Shunsuke widmet er sich der jahrhundertealten Theatertradition. Ihre Beziehung entwickelt sich über Jahrzehnte hinweg – von der Schauspielschule bis zu prestigeträchtigen Bühnen – und ist geprägt von „Skandalen und Ruhm, Brüderlichkeit und Verrat“, so die Synopsis.

Die Hauptrollen spielen Ryō Yoshizawa als Kikuo, Ryusei Yokohama als Shunsuke und „Last Samurai“-Schauspieler Ken Watanabe in der Rolle des Hanjiro. Der Regisseur Lee Sang-il betont, dass er eine Balance zwischen den Bühnenaufführungen und den Off-Stage-Beziehungen der Figuren schaffen wollte, sodass beide Welten nahtlos ineinander übergehen.

„Kokuho“ feierte seine Premiere bei der Quinzaine in Cannes und war anschließend auf dem Shanghai International Film Festival zu sehen. Weitere Station ist das Toronto International Film Festival. Mit Einnahmen von 11,53 Milliarden Yen (ca. 79 Mio. US-Dollar) bei 8,17 Millionen Kinobesuchern ist der Film der zweiterfolgreichste japanische Live-Action-Film aller Zeiten. 

Der große Zuspruch führte dazu, dass „Kokuho“ namhafte Konkurrenz hinter sich ließ, so der Gewinner des Goldenen Leoparden von Locarno, Sho Miyakes „Tabi to Hibi“, sowie der neue Anime von Mamor Hosoda „Scarlet“, der ebenfalls in Toronto Nordamerikapremiere feiern wird.

Japan konnte zuletzt 2022 einen Oscar in dieser Kategorie gewinnen: Hamaguchi Ryusukes „Drive My Car“ wurde ausgezeichnet. Produziert wurde „Kokuho“ von Aniplex Inc. in Zusammenarbeit mit Myriagon Studio, Amuse Inc., Toho Co Ltd., Lawson Inc. und Credeus. Die internationalen Vertriebsrechte liegen bei Pyramide International.

Am 16. Dezember gibt die Academy of Motion Pictures Arts and Sciences ihre Shortlists für die Oscarnominierungen bekannt, die am 22. Januar 2026 veröffentlicht werden. Die Verleihung der 98. Academy Awards findet am 15. März 2026 statt.