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Jakob Pochlatko, EPO Film: „Die Kinofinanzierung liegt sprichwörtlich am Boden“


Die österreichische Filmwirtschaft hat es gehörig gebeutelt im Zuge des harten Sparkurses, den die neue Regierung einschlagen musste. Nach dem Gastbeitrag von Gabi Stefansich, der einen fundierten Überblick über den Status quo gibt und auch Lösungsansätze aufzeichnet (siehe HIER), haben wir uns auch noch weiters in der österreichischen Branche umgehört: Wie wird das sich zu Ende neigende Jahr bewertet und was muss passieren, um den Standort weiterhin attraktiv zu halten? Hier antwortet Jakob Pochlatko von EPO Film.

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Jakob Pochlatko (Credit: EPO-Film)

Die österreichische Filmwirtschaft hat es gehörig gebeutelt im Zuge des harten Sparkurses, den die neue Regierung einschlagen musste. Nach dem Gastbeitrag von Gabi Stefansich, der einen fundierten Überblick über den Status quo gibt und auch Lösungsansätze aufzeichnet (siehe HIER), haben wir uns auch noch weiters in der österreichischen Branche umgehört: Wie wird das sich zu Ende neigende Jahr bewertet und was muss passieren, um den Standort weiterhin attraktiv zu halten? Hier antwortet Jakob Pochlatko von EPO Film.

Die Fragen lauten:

#1

Wie haben Sie das Jahr 2025 in Ihrem Arbeitsbereich bis dato erlebt, durch was hat es sich ausgezeichnet?

#2

Mit Blick nach vorn: Was muss im kommenden Jahr passieren, was muss sich verbessern, damit Sie in Ihrem Bereich konsequent arbeiten können/optimale Ergebnisse erzielen können?

#1

Das Jahr 2025 war das bisher turbulenteste in meiner Laufbahn als Produzent. In der Theorie waren die Auftragsbücher voll, aber durch den Förderstopp in Österreich war es erst am 1. September wieder möglich, unsere lange geplanten TV- und Streaming-Projekte in die Finanzierung zu bringen. Dementsprechend war dieses Jahr von ständigem Verschieben, Vertrösten und Krisenmanagement geprägt. Nun sind wir erleichtert, dass zumindest eine der beiden Fördersäulen wieder funktioniert und wir mit viel Mühe und Vertrauen unserer Partner:innen unsere Projekte zumindest weitgehend halten konnten. Die Kinofinanzierung liegt hingegen sprichwörtlich am Boden.

#2

Wir benötigen dringend eine nachhaltig verlässliche und stabile Förderfinanzierung, vor allem im Kinobereich. Insbesondere ein wie bis Ende 2024 bestehender Automatismus wäre unerlässlich. Bei FISA+ wäre zwingend eine Budgetflexibilität nach oben beizubehalten, wenn sich herausstellt, dass die versprochenen und budgetierten 55 Mio. über das Jahr 2026 nicht ausreichen. Auch eine adäquate und praxisgerechte Budgetierung für 2027 wäre spielentscheidend um weiterhin mit gutem Gewissen in Projektentwicklungen und Unternehmensstrukturen investieren zu können.