SmHJHX

Am Freitag, den 25.10. werden wir ab 15.00 Uhr bis ca. 18 Uhr umfangreiche technische Wartungsarbeiten durchführen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Gower Street sagt weltweites Sommer-Boxoffice voraus


Die Prognosen für das US-Sommergeschäft waren nach den Rekorden des Memorial-Day-Wochenendes bereits angehoben worden. Am Rande der CineEurope stellte Gower Street nun neue globale Zahlen in den Raum. Die vor allem dann recht erfreulich sind, wenn man China ausblendet.

Jurassic World  scaled e x
„Jurassic World: Die Wiedergeburt“ wird in den USA am langen Wochenende des 04. Juli ein Start von deutlich über 100 Mio. Dollar vorhergesagt (Credit: Universal Pictures)

Boxoffice-Ergebnisse und Umsatzprognosen nach Möglichkeit positiv betrachten? Ist absolut eine Tugend. Aber ganz so weit wie die Kollegen von Deadline (die Gower Street eine neue, weltweite Einschätzung entlocken konnten) wollen wir dann doch nicht gehen. Denn eine Lücke von rund zehn Prozent gegenüber 2023 ist nicht ganz das, was wir als „Beinahe-Rekord“ für das weltweite postpandemische Kinogeschäft bezeichnen würden.

Wie Deadline zuerst berichtete, schätzt Gower Street das weltweite Boxoffice für die diesjährige Sommersaison (die sich an der „Summer Movie Season“ in den USA orientiert und damit vom 01. Mai bis 31. August läuft) auf 12,4 Mrd. Dollar. Das wäre ein Ergebnis, das um die bereits erwähnten rund zehn Prozent unter den Zahlen aus 2023 liegen würde. Der postpandemische Sommerrekord, der damals erreicht wurde, liegt bei 13,6 Mrd. Dollar.

Wobei man tatsächlich differenziert auf die Prognose blicken muss – denn negativ beeinflusst wird sie vor allem von China, das nach dem Sensationserfolg von „Ne Zha 2“ zwar nicht gänzlich in den Schlafmodus versetzt wurde, aber miserable Monatsergebnisse in Folge lieferte.

Zunächst zu den USA. Dort hatte Comscore (die eng mit Gower Street zusammenarbeiten) nach den historischen Rekordzahlen des Memorial-Day-Wochenendes die Sommerprognose auf 4,2 Mrd. Dollar angehoben. Das wäre in der Tat knapp über 2023 und würde damit nicht nur einen postpandemischen Sommerrekord bedeuten, sondern sogar einen hauchdünnen Vorsprung vor dem Schnitt der Jahre 2017 bis 2019. An dieser Einschätzung von Ende Mai gab es auch in den vergangenen Wochen nichts im negativen Sinne zu rütteln, vielmehr haben sich Einzelprognosen (zumindest jene von anderen Analysten) zu kommenden Startergebnissen in den vergangenen Wochen eher verbessert als verschlechtert.

Abseits von China (für das Gower Street zwei Mrd. Dollar sieht – also in etwa das, was „Ne Zha 2“ allein geschafft hatte) sollen die internationalen Märkte 6,3 Mrd. Dollar liefern. Das ist, anders als es Deadline schreibt, zwar nicht das beste Ergebnis seit 2019 – aber es ist zumindest nahe genug an 2023 dran (drei Prozent Minus), um auf dessen Niveau gesehen zu werden. 

Nach aktuellen Zahlen von Comscore bewegt sich das laufende Jahr derzeit weltweit bei 12,86 Mrd. Dollar, das sind gut sieben Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Das internationale Ergebnis (inklusive China) beläuft sich auf gut 9,36 Mrd. Dollar, das entspricht einem Plus von knapp sechs Prozent. Anzumerken ist, dass China stark zu diesem Plus beiträgt, trotz der miserablen Zahlen der letzten Monate.

Deutschland kann mit dem weltweiten (bzw. internationalen) Schnitt nicht ganz mithalten. Zwar lag das Umsatzplus gegenüber 2024 nach dem letzten Wochenende laut FilmSource-Auswertung von ComScore noch bei 2,6 Prozent – aber das war schon ein Prozentpunkt weniger als noch eine Woche zuvor. Das jetzt anstehende Wochenende wird den Vergleich mit Sicherheit nicht positiv beeinflussen. Zudem währte der am vorletzten Wochenende erreichte Besuchsvorsprung vor 2024 erst einmal nur wenige Tage. Auch an dieser Stelle werden die bislang höchsten Temperaturen des Jahres Spuren hinterlassen und das minimale Minus wieder vergrößern.