2024 hatte die FFA den Minoritären Koproduktionsfonds neu aufgelegt; drei der fünf damals geförderten Filme mit minoritär deutscher Beteiligung konnten in diesem Jahr im Wettbewerb von Cannes drei Preise gewinnen. Im zweiten Jahrgang des Minoritären Koproduktionsfonds wurden aktuell an sieben Projekte insgesamt 1,2 Mio. Euro vergeben.
Im Rahmen des 2024 von der FFA aufgelegten Minoritären Koproduktionsfondshaben aktuell sechs Spielfilme und ein Dokumentarfilm, die mit minoritär deutscher Beteiligung entstehen, Fördermittel in einer Gesamthöhe von 1,2 Mio. Euro zugesprochen bekommen.
Die geförderten Projekte im Überblick:
• „All of a Sudden“
Regie: Ryūsuke Hamaguchi
Drehbuch: Ryūsuke Hamaguchi
Produktion Deutschland: Heimatfilm GmbH &Co.KG(10,2 Prozent)
Förderung: 200.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Cinefrance Studios, Frankreich (55,4 Prozent)
Weitere Koproduktionspartner: Tarantula Belgique, Belgien (10,2 Prozent) / Office Shirous sowie Bitters End, Japan (24,2 Prozent)
• „Quo Vadis, Aida: The Missing Part“
Regie: Jasmila Zbanić
Drehbuch: Jasmila Zbanić
Produktion Deutschland: Razor Film Produktion GmbH (17,7 Prozent)
Förderung: 200.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Deblokada, Bosnien und Herzegowina (29 Prozent)
Weitere Koproduktionspartner: IndieProd, Frankreich (19 Prozent) / Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbH, Österreich (14 Prozent) / Topkapi, Niederlande (zehn Prozent) / Madants, Polen (zehn Prozent)
• „The Revolution According to Kamo“
Regie: Kornél Mundruczó
Drehbuch: Paweł Pawlikowski, Ben Hopkins
Produktion Deutschland: Komplizen Film GmbH (20,2 Prozent)
Förderung: 200.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Proton Cinema, Ungarn (43,5 Prozent)
Weitere Koproduktionspartner: Madants, Polen (15,6 Prozent) / MK Productions, Frankreich (20,7 Prozent)
• „The Station“
Regie: Sara Ishaq
Drehbuch: Sara Ishaq, Nadia Eliewat
Produktion Deutschland: One Two Films GmbH (30,7 Proozent)
Förderung: 200.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Georges Films, Frankreich (33,5 Prozent)
Weitere Koproduktionspartner: Screen Project, Jordanien (22,1 Prozent) / Keplerfilm BV, Niederlande (13,7 Prozent)
• „Alma“
Regie: Sally Potter
Drehbuch: Sally Potter
Produktion Deutschland: Komplizen Film GmbH (15,3 Prozent)
Förderung: 150.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Adventure Pictures Ltd. sowie Sixteen Films, Großbritannien (70 Prozent)
Weitere Koproduktionspartner: Les films d‘Antoine, Frankreich (14,7 Prozent)
• „A Man of the World“
Regie: Anne Paulicevich
Drehbuch: Anne Paulicevich
Produktion Deutschland: NiKo Film (21,2 Prozent)
Förderung: 150.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Versus Productions, Belgien (40,1 Prozent)
Weiterer Koproduktionspartner: Indigo Film, Italien (38,7 Prozent)
• „The Other Side of the Silence“
Regie: Dheeraj Akolkar
Drehbuch: Dheeraj Akolkar, Gerd Fleischer
Produktion Deutschland: Tondowski Films GbR (34,6 Prozent)
Förderung: 100.000 Euro
Hauptproduktionspartner: Sant & Usant, Norwegen (65,4 Prozent)
Weitere Informationen zu den aktuell geförderten Filmen unter www.ffa.de.
Im ersten Jahrgang des Minoritären Koproduktionsfonds waren insgesamt fünf Filme gefördert worden. Drei von ihnen liefen nach FFA-Angaben in diesem Jahr im Wettbewerb des Festival de Cannes und wurden dort mit insgesamt drei Preisen ausgezeichnet.