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Es geht auch um die kleinen Dinge


Gerade erst setzte sich der HDF vor Ort in Brüssel für die Interessen der Branche ein, jetzt brachte er sie anlässlich des Filmfest München zusammen. Im Rahmen eines entspannten Austauschs, bei dem man aber auch ein wichtiges Anliegen platzieren konnte, das sich ausnahmsweise nicht im Rahmen der großen Förderreform abspielt.

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Christine Berg mit Daniel Curio, Leiter des Referats Filmpolitik, Filmförderung und XR in der Bayerischen Staatskanzlei, und Festivaldirektor Christoph Gröner beim Empfang in der ASTOR Film Lounge im Arri (Credit: The SPOT media & film)

Von ganz großen kinopolitischen Themen (Wahrung der territorialen Exklusivität, Kampf gegen Piraterie, Kinoexklusivität) zu einem vielleicht etwas kleineren, aber ebenfalls wichtigen Anliegen: Gerade erst vertrat der HDF in Person seiner Vorsitzenden Christine Berg und der Hauptausschussmitglieder Gregory Theile, Kim Ludolf Koch und Gregor Freund die Interessen der Kinos auf Einladung der UNIC vor europäischen Parlamentariern und Kommissionangehörigen; jetzt nutzte man den Rahmen des Filmfestes München, um bei der Veranstaltung „Cinemas meet Filmfest“ für eine Maßnahme im Sinne des Publikumsnachwuchses zu werben.

Denn die SchulKinoWochen – die 2024 erstmals eine siebenstellige Besuchszahl verzeichnen konnten – sind ein wichtiges Erfolgsmodell, das es weiter auszubauen gilt. Doch tatsächlich gibt es gerade in den kleineren Orten, wo derartigen Initiativen mitunter noch mehr Bedeutung zukommt als in den Metropolen eine nicht ganz triviale Hürde, die nichts mit den Kinos zu tun hat: die Kosten für den Transfer der Schulklassen und ihrer Begleiter zu den Spielstätten.

Und so nutzte Berg nicht zuletzt die Anwesenheit von Vertretern aus der Bayerischen Staatskanzlei, um an dieser Stelle für Unterstützung zu werben. Bayern als Vorreiter eines Pilotprojektes, das dazu beiträgt, Filmbildung zu stärken? Hat doch erst einmal einen schönen Klang. Und verschlingt auch keine Millionen.

Besonders warme Worte hatte Christine Berg natürlich für das Team des Filmfest München, beim Empfang in der ASTOR Film Lounge im Arri durch Festivaldirektor Christoph Gröner vertreten, übrig. Denn gerade dieses Festival rücke den deutschen Film in besonderer Weise ins Zentrum. Einen deutschen Film, der für Kinos jeglicher Gattung enorm wichtig sei – nicht umsonst fieberten die versammelten Betreiber schon dem Start von „Das Kanu des Manitu“ entgegen. 

Was den Austausch in einer Runde aus Kinobetreibern, Verleihern, Dienstleistern, Kreativen und Politikvertretern ansonsten bestimmte? Die Erwartung von KinoNEUeröffnungen, die tatsächlich spätestens für kommendes Jahr anstehen (unter anderem in Dinkelsbühl), die eine oder andere drohende Schließungen (wobei hier dem Vernehmen nach ein recht prominentes Objekt nahe des Berliner Alexanderplatz in den Raum gestellt worden sein soll, bei dem ein simpler Anruf ausreichen würde, um das Gerücht als kompletten Unsinn zu entlarven), die Hoffnung auf eine Trendwende im Kinomarkt ab diesem Wochenende (nicht, dass es am Programm gelegen hätte) – oder die Notwendigkeit, sich jetzt gegenüber der Politik dafür einzusetzen, das aus der im Koalitionsvertrag versprochen Kino-Investitionsförderung Wirklichkeit wird.