Zwei Jahre gibt es nun bereits das Anreizmodell in Österreich. Aktuelle Zahlen des österreichischen Wirtschaftsministeriums bestätigen den Erfolg von FISAplus, das für internationale Filme und Serien im Rahmen von Serviceproduktionen und österreichische Filme/Serien für TV & Streaming zum Einsatz kommt. 465 Millionen Euro an Wertschöpfung wurden generiert. Die Gesamtherstellungskosten der geförderten Projekte betragen 1,4 Milliarden Euro.

Laut aktuellen Zahlen des österreichischen Wirtschaftsministeriums erweist sich das am 1. Januar 2023 im Nachbarland implementierte Anreizmodell für die Filmbranche als sehr profitabel: Allein durch FISAplus, dem Filmförderprogramm des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft, wurden in den zwei Jahren 465 Millionen Euro Wertschöpfung generiert. Auch der Werbe- und Markenwert steige durch FISAplus. Jeder Euro an Förderung durch FISAplus löst laut Wirtschaftsministerium rund drei Euro an direkten Produktionsausgaben in Österreich aus. 1,20 bis 1,50 Euro an zusätzlichen Einnahmen fließen in die öffentlichen Haushalte zurück. Bisherige Hochrechnungen deuten laut Mitteilung auf einen erheblichen Beschäftigungseffekt von zusätzlich rund 8000 Beschäftigten hin. „Dabei sind österreichische Filme und Serien alleine mit fast 1200 Drehtagen an diesem Ergebnis beteiligt“, heißt es weiter. Diese werden vollständig in Österreich hergestellt. Auffällig seien die relativ hohen Anteile an Drehtagen in Österreich bei internationalen Koproduktionen und Serviceproduktionen. Vor der Reform hätten hier nur geringere Anteile Österreichs an der Gesamtzahl der Drehtage festgestellt werden können.
FISAplus richtet sich an internationale Filme und Serien im Rahmen von Serviceproduktionen und österreichische Filme und Serien für TV & Streaming und gewährt einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Ausgaben in Österreich plus 5 Prozent „Grüner Bonus“ bei der Beachtung von Green-Filming-Regeln.
Wirtschaftsminister Martin Kocher freut sich mit den Worten: „Mit der Reform hin zum neuen Anreizmodell FISAplus konnte seit Anfang 2023 für insgesamt 162 Projekte ein Gesamtzuschuss von rund 144 Millionen Euro genehmigt werden. 2023 wurden 69 Projekten gefördert, 2024 wurden 93 Projekte zugesagt. Der Zuschuss betrug für das Jahr 2023 rund 54 Millionen Euro, der Zuschuss für das Jahr 2024 erhöht sich auf knapp 90 Millionen Euro. Die Filmförderung wirkt als Hebel für Wertschöpfung in Österreich: In den Jahren 2023 und 2024 fanden 3.895 Drehtage in Österreich statt und es konnte ein Österreich-Effekt von rund 465 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Gesamtherstellungskosten der geförderten Projekte betragen 1,4 Milliarden Euro. Diese beeindruckenden Zahlen unterstreichen die Attraktivität von FISAplus für die Filmbranche, wodurch wir vor allem viele internationale Projekte bzw. größere Teile davon nach Österreich holen konnten.“
Und René Tritscher, Geschäftsführer der Austrian Business Agency, die über Film in Austria das Anreizmodell international bewerben, betont: „Das Förderprogramm FISAplus fungiert als wahrer Turbo, um internationale Filmprojekte ins Land zu holen. Seit dem Programmstart ist das Interesse der ausländischen Filmproduktionen am Drehort Österreich deutlich gestiegen. Das zeigt sich an der Anzahl unserer Beratungen, an den realisierten Projekten und in der nachweislich für Österreich generierten Wertschöpfung, weit über die Filmbranche hinaus.“