Für das von NDR, MOIN Filmförderung und nordmedia bereits 2014 initiierte „Nordlichter“-Programm wurden in einer neuen Runde drei Projekte ausgewählt, die mit jeweils 1,15 Mio. Euro unterstützt werden sollen. Wir haben bei den Produzent:innen nachgefragt. Hier antworten Ole Hellwig und Henriette Ahrens, die mit Curlypictures Sandro Togonidzes Drama „Fluchtweg“ entwickeln.

NDR, MOIN Filmförderung und nordmedia haben unlängst drei neue Projekte benannt, die im Rahmen der von ihnen aufgelegten Nachwuchsförderung Nordlichter mit jeweils 1,15 Mio. Euro unterstützt werden sollen (wir berichteten). Wir haben bei den Produzent:innen der ausgewählten Projekte nachgefragt. Hier antworten Hier antworten Ole Hellwig und Henriette Ahrens, die mit Curlypictures Sandro Togonidzes Drama „Fluchtweg“ entwickeln.
Was wird die produzentische Herausforderung bei „Fluchtweg“ sein?
Henriette Ahrens & Ole Hellwig: Die größte Herausforderung ist, die Authentizität des Milieus konsequent zu bewahren, an Originalmotiven und mit echten Menschen zu produzieren und zugleich ein professionelles, sicheres Set zu gewährleisten. Unter der Regie von Sandro Togonidze bewegen wir uns bewusst in der Realität junger Talente, wollen sie fördern und schützen. Wir wollen Klischees vermeiden, dabei aber „real“ bleiben – oder, wie es Co-Autor Ibraim Keita Sory beschreibt: Menschen aus der Community, die nicht täglich öffentlich-rechtliches Fernsehen schauen, für diesen Film vor den Fernseher zu holen, weil er die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen erzählt.
Was zeichnet den Standort Hamburg aus?
Henriette Ahrens & Ole Hellwig: Dort, wo die Postkartenidylle endet, beginnt „Fluchtweg“. Wir zeigen ungesehene Ecken; Menschen und Geschichten, die sonst durchs Raster fallen. Diese Stadt bringt Lebensrealitäten nah zusammen: Billstedt trifft HafenCity, Atelier trifft Schichtdienst. Genau aus dieser Reibung entstehen unsere Figuren und Konflikte.