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Der Konrad-Wolf-Preis geht an die Macher des Berliner Kino Krokodil


Der Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste Berlin wird in diesem Jahr anlässlich des 100. Geburtstags des Namensgeber zweifach vergeben. Die Preise gehen an Gabriel Hageni und Debora Fiora vom Berliner Kino Krokodil für ihr Engagement für die Kinematografien Mittel- und Osteuropas und an den Theaterhistoriker Klaus Völker.

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Debora Fiora und Gabriel Hageni, die Macher vom Kino Krokodil (Credit: Jule Fechner)

Der Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste Berlin wird in diesem Jahr anlässlich des 100. Geburtstags des namengebenden Filmemachers zweifach vergeben. Die Preise gehen an Gabriel Hageni und Debora Fiora vom Berliner Kino Krokodil, das sich für die Sichtbarkeit der Kinematografien Mittel- und Osteuropas einsetzt, und an den Theaterhistoriker Klaus Völker, der als Dramaturg, Autor und ehemaliger Rektor der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Wissen und Gewissen der Theatergeschichte verkörpert.

Die Jury, bestehend aus den Mitgliedern der Sektion Film und Medienkunst Andreas Kleinert, Helke Misselwitz und Maria Speth würdigen das Kinobetreiberduo folgendermaßen: „Debora Fiora und Gabriel Hageni wählen Filme aus, die uns die Weite Mittel- und Osteuropas in der Vielfalt seiner Kulturen, gespiegelt in seinen Kinematografien, täglich in drei Vorstellungen vor Augen führt. Unorthodox, gegen Enge und Borniertheit, wehren sich der sächsische Pfarrerssohn und die italienische Bauerntochter, indem sie das Kino mit spielerischer Lust zu einem Ort machen, an dem der Film gefeiert wird, wie anderswo der Sohn Gottes in einer Kirche. Fernsehen war gestern, Kino ist Zukunft stand mal auf einem ausrangierten Fernsehapparat im Vorraum des Kinos Krokodil. Der Konrad-Wolf-Preis 2025 geht an Gabriel Hageni und Debora Fiora, die den Mut haben, Filme zu spielen, mit denen es selten einen Überschuss in der Kasse hat, aber immer einen Erkenntnisgewinn für das Publikum mittels Sinnlichkeit, dem Vergnügen zu denken und Kunst voll zu genießen.“

Das seit 1912 bestehende Kino wurde von Kunsthistoriker Hageni 2004 mit 99 Sitzen wiedereröffnet. Wenig später stieg Slawistin Fiora als Programmchefin ein. Das Programm wurde vielfach prämiert.

Die Mitglieder der Sektion Darstellende Kunst Nele Hertling, Mark Lammert und Ulrich Mathes belohnten in ihrer Juryentschiedung „die außerordentliche Lebensleistung Klaus Völkers als produktiver künstlerischer Mitgestalter und analytischer Beobachter, als aufmerksamer Bewahrer und Vermittler und überzeugter Zukunftsdenker des Theaters seit mehr als sechs Jahrzehnten, der souverän Kenntnisse und Praxis mit Liebe zum Theater, Autonomie mit Haltung vereint“.

Die Preise sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert und werden am 18. Oktober 2025 in der Akademie der Künste am Hanseatenweg verliehen.

Wolf, der auch langjähriger Präsident der Akademie der Künste der DDR war, wäre am 20. Oktober 100 Jahre alt geworden.