Im Anschluss an die Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal 2025 erklärte CEO David Ellison, dass eine Übernahme von Warner Bros. Discovery kein „Must-Have“ für Paramount Skydance sei.
Im Rahmen einer Analystenkonferenz im Anschluss an die Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal 2025 hat Paramount-Skydance-CEO die Notwendigkeit, Warner Bros. Discovery zu übernehmen, heruntergespielt.
„Es ist wichtig zu wissen, dass es für uns keine Must-Haves gibt. Wir betrachten dies wirklich als eine Frage von ‚Kaufen oder ausbauen‘ und wir haben absolut die Möglichkeit, selbst zu weiter zu bauen, um unser Ziel zu erreichen. Wir glauben, dass wir unsere Streaming-Ziele erreichen, die Effizienz des Unternehmens steigern und durch den Aufbau Wert und langfristige freie Cashflows schaffen können“, erklärte Ellison, als er von Börsenanalysten auf die Übernahme von Warner Bros. Discovery angesprochen wurde und betonte gleichzeitig, man sei „diszipliniert“ bei möglichen neuen Übernahmen.
„Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir über die Bilanz verfügen, um zu handeln, wenn sich die Gelegenheit ergibt und wenn wir glauben, dass eine Fusion oder Akquisition die Erreichung unserer Ziele beschleunigen wird. Wir betrachten die Dinge immer unter dem Gesichtspunkt: Wie können wir den Wert für die Aktionäre maximieren?“, so Ellison.
Bis dato hat Warner Bros. Discovery alle Übernahmeangebote von Paramount Skydance abgelehnt.
Quartalsbilanz
Im zurückliegenden Quartal, dem ersten nach der Fusion von Paramount und Skydance, lag der Umsatz mit 6,7 Mrd. Dollar im Bereich der pro-forma-Zahlen des Vorjahresquartals, verfehlte jedoch die durchschnittliche Analystenschätzung von sieben Mrd. Dollar. Unterm Strich stand ein Nettoverlust von 257 Mio. Dollar zu Buche, wozu nach Angaben des Unternehmens vor allem ein zwölfprozentiges Minus der TV-Werbeeinnahmen (1,465 Mrd. Dollar) geführt hatte.
Für das vierte Quartal kündigte das Unternehmen Kosten für die Transformation in Höhe von mehreren hundert Millionen Dollar sowie Restrukturierungskosten in Höhe von rund 500 Mio. Dollar an.
Das ursprünglich mit zwei Mrd. Dollar bezifferte Ziel bei den Kosteneinsparungen durch die Fusion von Paramount und Skydance korrigierte das Unternehmen aktuell von zwei auf drei Mrd. Dollar nach oben; um das zu erreichen sollen rund 2000 Mitarbeiter weltweit – das entspricht rund zehn Prozent des gesamten Mitarbeiterstamms – entlassen werden.
In einem Brief an die Aktionäre erklärte Ellison, dass man den Umsatz im kommenden Jahr auf 30 Mrd. Dollar steigern werde und prognostizierte ein Wachstum beim Gewinn aus dem Streaminggeschäft.