Aktuell läuft noch ihr Dokumentarfilm über die Ruhrpott-Thrashmetal-Heroen Kreator in den Kinos, „Kreator – Hate and Hope“, doch Cordula Kablitz-Post hat bereits mit dem Dreh ihrer nächsten Arbeit über eine stilbildende Figur aus der deutschen Musikszene begonnen. Sie macht einen Film über den legendären Techno-DJ Westbam.

Cordula Kablitz-Post ist bekannt für ihre besonderen Dokumentarfilme über Größen der deutschen Popkultur: „Du lebst nur einmal“ mit den Toten Hosen, „FCK 2020“ mit Scooter und jüngst „Hate & Hope“ mit der Thrashmetal-Band Kreator aus Essen. Mit ihrem neuen Filmprojekt bleibt sich die Filmemacherin treu: In „Westbam – Im Takt der Nacht“ nimmt sie die den deutschen Techno-Pionier Westbam unter die Lupe, bekannt als DJ und Labelbesitzer ebenso wie als Erfinder und Organisator der Mayday, ab 1991 eine der prägenden Techno-Großveranstaltungen und mitverantwortlich für die Popularität der Ravekultur im Mainstream.

Am vergangenen Wochenende fiel die erste Klappe zu dem Projekt in den Berliner Rathenau-Hallen, wo Westbam mit Weggefährten im Rahmen der Raving Society unter dem Motto „Let’s rave like it’s 1994“ vor begeistertem Publikum auflegte. Um halb 4 kam die Polizei wegen Anwohnerbeschwerden über die Lautstärke und brach die Veranstaltung ab, wie Kablitz-Post in einem launigen Instagram-Post mitteilte. Westbam und andere namhafte DJs hatten ihre Sets zu diesem Zeitpunkt bereits gespielt; DJ Tanith kam nicht mehr an die Reihe. Zu Besuch schaute auch Förderreferent Simon Lubinski vom Medienboard Berlin-Brandenburg vorbei, der das Projekt mit 80.000 Euro Produktionsförderung unterstützt.

Bei „Westbam – Im Takt der Nacht“ handelt es sich um eine Produktion Avanti Media Fiction. Kameramann ist Ulf Behrens, für den Ton zeichnet Nils Plambeck verantwortlich.