Gut 30 Mio. Euro Referenzfilmförderung der FFA fließen für die erfolgreichsten Produktions- und Verleihunternehmen, Regisseur:innen und Drehbuchautor:innen. Im Bereich Produktion sammelte Constantin die meisten Punkte, im Verleih Leonine. Erstmals wurde Referenzförderung auch Regie und Drehbuch zuerkannt, „Branchentiger“ sind Bora Dagtekin, Christopher Doll, Sven Unterwaldt und Simon Verhoeven.
Im ersten Jahr der weitestgehenden Umstellung der FFA-Produktions- und Verleihförderung auf das automatisierte Referenzfördersystem hat die FFA 30.356.652,11 Euro Euro an Fördermitteln für Produktions- und Verleihunternehmen, Hersteller:innen von Kurzfilmen, Regisseur:innen und Drehbuchautor:innen zuerkannt.
Die detaillierten Listen der Zuerkennung der FFA-Referenzfilmförderung 2025 in den Bereichen Produktion, Verleih und Kurzfilm sind hier abrufbar.
Den höchsten einzelnen Referenzbetrag im Bereich Produktion erhielten zwei Filme: Für „Die Schule der magischen Tiere 3“ und „Chantal im Märchenland“ wurden jeweils zwei Millionen Euro zuerkannt.
Insgesamt kamen für 124 Produktionsunternehmen 16,7 Millionen Euro zusammen, der Punktwert beträgt 0,76 Euro. Mit „Chantal im Märchenland“ und sechs weiteren Filmen stehen der Constantin Film Produktion Referenzpunkte im Wert von insgesamt 2,5 Millionen Euro zu; sie ist der FFA-Branchentiger im Bereich Produktion.
„Der ‚Branchentiger‘ zeigt, wie viel Herzblut und Einsatz wir in den deutschen Film mit all seinen wunderbaren Kreativen stecken“, sagt Oliver Berben, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film. „Die Auszeichnung gehört unserem großartigen Team, das mit so viel Leidenschaft und harter Arbeit hinter unseren Produktionen steht. Ein großes Dankeschön geht an die FFA für ihre Unterstützung!“ Die Constantin betont in diesem Zusammenhang nicht zuletzt, dass diese erfolgsbasierte Förderung ein wichtiger Bestandteil für Produzenten innerhalb des deutschen Fördersystems sei.
Im Bereich Verleih wurden bei einem Punktwert von 0,73 Euro insgesamt 12,0 Millionen Euro zuerkannt. Der erfolgreichste Film ist „Sterben“ mit Referenzpunkten für Kino-, Filmpreis- und Festivalerfolg im Wert von insgesamt 444.000 Euro.
Verleih-Branchentiger 2025 ist mit insgesamt 1,9 Millionen Euro für zehn Filme die Leonine Distribution.
Chief Distribution Officer Bernhard zu Castell erklärt dazu: „Wir freuen uns sehr über diese besondere Auszeichnung – sie ist eine tolle Bestätigung für unser engagiertes Team, unsere Partnerinnen und Partner und das Publikum, das sich von unseren Filmen begeistern lässt. Dank der Unterstützung der FFA können wir unser Programm weiter ausbauen und auch in Zukunft außergewöhnliche Filme ins Kino bringen.“ Mit der Auszeichnung zum „FFA-Branchentiger 2025“ und dem „European Distributor of the Year Award“ der CineEurope unterstreiche Leonine Distribution seine führende Rolle als Verleihunternehmen in der deutschen Kinolandschaft.
Im Bereich Kurzfilm beträgt der Punktwert 509,46 Euro. Erfolgreichster Kurzfilm ist „Backflip“, für dessen Einsatz bei Festivals und Kurzfilmpreisen dem Regisseur und Produzenten Nikita Diakur 76.000 Euro zuerkannt wurden. Dieser ist damit auch Kurzfilm-Branchentiger 2025.
Mit der Novellierung des Filmförderungsgesetzes nehmen seit diesem Jahr auch Regisseur:innen und Drehbuchautor:innen an der Referenzfilmförderung teil. Sie erhalten jeweils fünf Prozent (maximal 30.000 Euro) der für ihren Film zuerkannten Fördersumme im Bereich Produktion. Von den insgesamt 17,8 Millionen Euro in diesem Bereich entfielen je 535.000 Euro auf 81 Regisseur:innen und 102 Drehbuchautor:innen.
Im Bereich Regie gibt es gleich vier Branchentiger: Die Höchstsumme von 30.000 Euro Referenzförderung erhalten Bora Dagtekin für „Chantal im Märchenland“, Christopher Doll für „Eine Million Minuten“, Sven Unterwaldt für „Die Schule der magischen Tiere 3“ und Simon Verhoeven für „Alter weißer Mann“.
Bora Dagtekin und Simon Verhoeven sind auch Drehbuch-Branchentiger, ihnen wurden als Autoren ihrer Filme jeweils 30.000 Euro im Bereich Drehbuch zuerkannt.
FFA-Referenzfördergelder können von den Produktionsfirmen, Verleihen, Regisseur:innen und Drehbuchautor:innen innerhalb von drei Jahren für neue Kinoprojekte verwendet werden.