Es sind selbstverständlich nicht die neuesten Blockbuster – und es sind Vorstellungen am Vormittag: Aber mit einer enorm günstigen Familienaktion während der Sommerferien feiert Cineworld gerade einen Erfolg, der die Kette über weitere Pläne nachdenken lässt.

100.000 Besuche. In etwa diese Marke hatte sich Cineworld mit einer Preisaktion gesteckt, die Familien in Großbritannien während der dortigen Sommerferien erreichen soll. Seit dem 25. Juli und noch bis 28. August werden in den Cineworld-Kinos (ausgenommen sind nur Dublin und das Premierenhaus am Londoner Leicester Square) jede Woche zwei unterschiedliche Familienfilme in Vormittagsvorstellungen zum beinahe schon symbolischen Preis von einem Pfund pro Ticket angeboten; zudem locken zu diesen Vorstellungen für Familien auch F&B-Angebote. Die Filme sind zwar nicht mehr brandneu (und sind samt und sonders per VoD erhältlich), stammen aber alle aus den vergangenen Monaten – und die Paarung sieht jeweils einen großen Blockbuster wie „Vaiana 2“ oder „Ein Minecraft Film“ (als aktuellsten Titel) und einen kleineren Film wie „Flow“ oder „Dog Man“ vor.
Die Resonanz nach knapp zwei Wochen: Rund 300.000 Tickets wurden für diese Vorstellungen gelöst, insgesamt erwartet man nun, die halbe Million zu schaffen.
„Selbstverständlich verdienen wir daran nicht viel“, stellt Stuart Crane, International Vice President Content der Cineworld-Gruppe, fest. Aber das Ziel sei klar: Menschen wieder vor die Leinwände zu bringen, die im Idealfall (und dann zu höheren Preisen) wiederkehren – insbesondere zu Filmen, die im Rahmen der Aktion im Vorprogramm beworben werden. Crane hob dabei hervor, dass aus Sicht von Cineworld Familien zuletzt nicht genug im Fokus gestanden hätten, wenn es darum gegangen sei, günstige Angebote zu schnüren.
Angesichts des bisherigen Erfolgs des Angebots – für das man „ausgesprochen starke Unterstützung“ seitens der Verleiher erfahren habe – könne er sich nicht vorstellen, dass man die Aktion nicht in der einen oder anderen Weise fortsetzen werde. Innerhalb von nur zwei Wochen habe die Aktion erhebliches Momentum in einer Zielgruppe generiert, der man sich noch entschiedener widmen will. Natürlich stets in der Hoffnung, sie dann auch mit anderen Angeboten zu erreichen.