Ihr 25jähriges Jubiläum hat die Saarland Medien GmbH noch erlebt, jetzt aber ist Schluss. Wie das Land mitteilte, wird die Gesellschaft aufgelöst, die Staatskanzlei will die Film- und Kinoförderung künftig allein in die Hand nehmen.

1998 gegründet, war die Saarland Medien GmbH als gemeinsame Gesellschaft des Landes und der Landesmedienanstalt für die Film- und Kinoförderung im (von den Stadtstaaten abgesehen) kleinsten Bundesland zuständig. Doch damit ist ab dem kommenden Jahr Schluss. Wie die Landesregierung von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger mitteilte, wird die Saarland Medien aufgelöst, die Film- und Kinoförderung geht in die Staatskanzlei, die Games-Förderung, die ohnehin nur zu Teilen in der GmbH angedockt war, geht komplett ins Wirtschaftsministerium. Die Neuordnung sei ein „ weiterer Schritt zu mehr Effizienz und weniger Bürokratie in der saarländischen Filmförderung“, wie es seitens der Landesregierung hieß. Anfang 2025 soll ein neues Konzept vorliegen und dann mit den Fördernehmern debattiert werden. Wann es mit der Förderung weitergehen kann, ist vorerst unklar. Letzter Einreichtermin war im September 2023.
UPDATE: Laut Staatssekretär Thorsten Bischoff wolle man mit dem Schritt nicht nur die regionale Filmwirtschaft, sondern auch die gesamte Kulturlandschaft unterstützen. Hierfür würden bestehende Instrumente derzeit evaluiert. Ein Ausbau der Filmförderung (die mit einem Jahresbudget von zuletzt 80.000 Euro eher bescheiden ausfiel) ist durch die neue Konstellation aktuell eher nicht zu erwarten. Wie Bischoff gegenüber dem SR feststellte, wolle man eine „optimierte Filmförderung – also mit den vorhandenen Ressourcen das bestmögliche für die regionale Filmwirtschaft erreichen“. Man wolle aber auch sehen, wie man womöglich Dritte hinzugewinnen könne.