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Meine Woche: Filmemacherin Loraine Blumenthal


SPOT fragt in der Branche nach und will wissen, wie Ihre Woche filmisch aussieht. Dieses Mal hat auch Regisseurin Loraine Blumenthal geantwortet, deren Dokumentarfilm „Im Osten was Neues“ am 13. November in die Kinos kommt. Produziert wurde der Film von Insefilm/ZDF – Das kleine Fernsehspiel. Drop-Out Cinema ist Verleih.

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Loraine Blumenthal (Credit: Bonnie Rodefeld)

Was steht für Sie in dieser Woche auf dem Programm?

Loraine Blumenthal: Im Moment packe ich meine Sachen und fahre gleich nach Loitz in Mecklenburg-Vorpommern. Da zeigen wir den Film im Kulturkonsum im Rahmen von unserer Dorfkino-Tour. Richtig aufregend wird es dann in den nächsten Tagen, da steht der Kinostart von „Im Osten was Neues“ an und außerdem endlich mein erstes Schulkino-Screening. 

Worauf freuen Sie sich am meisten?

Loraine Blumenthal: Ich freue mich immer sehr auf MV. Den Film in den Gemeinden vor Ort zu zeigen ist einfach was anderes. Die Menschen kennen ihre Region und ihre Herausforderungen. Die Gespräche dort sind andere als mit Zuschauer:innen im restlichen Deutschland. Für mich ist es eine wahnsinnige Bereicherung zu sehen, wie proaktiv Menschen in MV und auch anderen neuen Bundesländern sind, um dem Rechtsruck entgegenzuwirken. Da geht es viel um Vernetzung, Mut machen und konkreten Ideenaustausch. Das macht nicht nur Spaß, sondern auch Hoffnung, dass die Menschen vor Ort – trotz Frust, Erschöpfung und teils Gefahr – nicht aufgegeben haben. Ich bin auch sehr auf den Kinostart gespannt, denn ich hatte noch nie einen Film offiziell im Kino, darüber freue ich mich wirklich sehr. Mein persönliches Highlight wird aber mein erstes Schulkino-Screening in Schwerin sein. Ich bin unglaublich aufgeregt und neugierig, wie Jugendliche und junge Erwachsene den Film finden und was sie darin sehen. Auf diese Perspektive bin ich am meisten gespannt und freue mich auf den Austausch. Ich bin mir sicher: ich kann da einiges lernen. 

Welchen Film/welche Serie haben Sie diese Woche im Fokus?

Loraine Blumenthal: Ich muss tatsächlich sagen, dass ich unbedingt die Haftbefehl-Doku sehen möchte. Ich liebe generell gut gemachte Doku-Biopics. Vor allem bin ich aber gespannt, ob und wie das Thema Männlichkeit Raum bekommt. Viel wichtiger ist aber für mich der Dokumentarfilm „Love+War“, der auf Disney+ rausgekommen ist – auf den freue ich mich besonders. Der Film porträtiert die Journalistin Lynsey Addario, die in Kriegs- und Krisengebieten wie Afghanistan, Irak oder Sudan arbeitet und vornehmlich die Geschichten von Frauen und Kindern vor Ort dokumentiert. Thema ist vor allem, wie sie ihre Arbeit mit ihrer Rolle als Mutter vereinbart. Das interessiert mich sehr, da ich selbst Mutter bin, vor einigen Jahren im Irak drehen durfte und mich gern inspirieren lassen möchte.

Im Osten was Neues