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Meike Götz, GF nordmedia, anlässlich der Premiere von „Schwarzes Gold“: „Mehr Norden geht nicht!“


Gestern feierte die NDR-Serie „Schwarzes Gold“ in Hannover große Premiere. Der historische Sechsteiler mit u.a. Harriet Herbig-Matten und Aaron Hilmer ist die bis dato teuerste Produktion, die die nordmedia gefördert hat. Wir wollten von Förderchefin Meike Götz wissen, wie wichtig dieses Projekt für den Standort ist und welche Strahlkraft von ihm ausgeht.

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Meike Götz, Geschäftsführerin nordmedia (Credit: nordmedia)

Was macht „Schwarzes Gold“ für Ihren Förderstandort besonders?

Meike Götz: Die sechsteilige Serie „Schwarzes Gold“ ist für uns deshalb so wichtig, weil sie zu großen Teilen an Originalschauplätzen in Niedersachsen gedreht und realisiert wurde, mit Kinescope Film von einer bremischen Produktionsfirma produziert wurde und eine faszinierende Geschichte aus Niedersachsen – die ersten weltweiten Ölbohrungen fanden tatsächlich im niedersächsischen Wietze/Lüneburger Heide statt – auf die große Bühne und in die Welt bringt. Es ist zudem das Projekt, dass mit der bisher größte Einzelsumme der nordmedia gefördert wurde und mit der Region somit nicht nur inhaltlich, sondern auch wirtschaftlich verbunden ist. Mehr Norden geht nicht!

„Schwarzes Gold“ schlägt ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte auf: es geht um den „Ölrausch“ in der Lüneburger Heide um 1900. Erzählen Sie uns etwas über die Locations. Wo wurde überall gedreht in der Region? Was zeichnet sie aus?

Meike Götz: Der Dreh startete im Museumsdorf Hösseringen, dessen historische Fachwerkhäuser und landwirtschaftliche Kulissen das Leben auf dem Land zur Jahrhundertwende authentisch widerspiegeln. Anschließend wurde im Camp Reinsehlen in Schneverdingen gefilmt – eine weite Heidelandschaft mit einzigartiger Lichtstimmung, die visuell starke Kontraste und filmische Weite bot. Hier konnte auch das große Ölfeld nach historischem Vorbild ideal nachgebaut werden. Einige wenige Drehtage fanden zudem in Ungarn statt.

Können Sie an diesem Projekt abschätzen, was das wirtschaftlich für den Standort gebracht hat? 

Meike Götz: Das Budget dieser sechsteiligen Serie ist für unsere Verhältnisse bemerkenswert. Es ist die teuerste Produktion, die wir bisher gefördert haben und die, und das ist heute etwas Besonderes, zu großen Teilen auch in Niedersachsen gedreht wurde. Somit haben wir nicht nur ein hohes Niveau an regionalen Ausgaben – von der Schaffung von Arbeitsplätzen/Crew bis hin zu Hotelbuchung – sondern zeigen mit „Schwarzes Gold“, dass es möglich ist, ein solches Großprojekt auch hier an unserem Standort umzusetzen!

Wie haben Sie die Dreharbeiten erlebt? Gibt es eine besondere Erinnerung?

Meike Götz: Bemerkenswert fand ich die großartig vom Art Department hergestellten Locations in Camp Reinsehlen in Schneverdingen – für mein Gefühl sehr authentisch wurde dort eigens ein großes Ölfeld mit funktionstüchtigen Oltürmen, Hütten, etc. nach historischem Vorbild errichtet. Und wenn man das Filmteam ausblendete, sich in eine Ecke des Gehöfts von Wilhelm Pape verzog, konnte man sich tatsächlich so fühlen, als wäre man 120 Jahre zurückversetzt. 


Die Fragen stellte Barbara Schuster