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KINO KINO KINO (#14): Diesmal mit Neele Leana Vollmar


Ein Leben ohne Kino ist möglich, aber nicht erstrebenswert. Mit unserem SPOT-Fragebogen KINO KINO KINO hören wir uns bei Filmemacher:innen um, was ihre bleibenden Kinoerlebnisse waren. Diesmal ist Neele Leana Vollmar am Drücker, die ihren neuen Kinofilm „Dann passiert das Leben“ auf den Festivals in Zürich und Hamburg präsentiert.

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Neele Leana Vollmar, Filmemacherin (Credit: Oliver Oppitz)

Können Sie sich an Ihren ersten Kinobesuch erinnern? Was? Wann? Wo? Wie?

Neele Leana Vollmar: Es war nicht der erste Kinobesuch, aber der, an den ich mich noch gut erinnern kann: „My Girl“ im Lichtspielhaus in Delmenhorst. Ein wunderschönes Kino mit kleinen Lampen und einer Bar ganz hinten. Man konnte am Platz durch Knopfdruck Getränke bestellen. Dort habe ich fast alle Filme meiner Kindheit geschaut. Dort und später dann im Oldenburger Casablanca.

Gibt es einen besonderen Kinobesuch, den Sie als bleibend bezeichnen würden?

Neele Leana Vollmar: Als ich das erste Mal „Call Me By Your Name“ gesehen habe. Ich habe ihn zweimal im Kino gesehen (und viele, viele Male zu Hause), aber bei der ersten Vorführung sind am Ende des Filmes alle Zuschauer sitzen geblieben. Auch, als das Licht wieder anging. Am liebsten hätten wir alle gleich noch einmal geschaut.

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„Call Me by Your Name“ von Luca Guadagnino (Credit: IMAGO / Capital Pictures)

Gibt es einen Film, der Sie dazu bewegt hat, selbst Filmemacher:in werden zu wollen?

Neele Leana Vollmar: Es gibt keinen speziellen Film, aber es ist tatsächlich Ingmar Bergmann, der mich schon als junges Mädchen fasziniert hat. Meine Mutter war ein großer Fan von ihm, und so habe ich schon früh seine Filme gesehen und lieben gelernt.

Ihr schönster Kinobesuch?

Neele Leana Vollmar: Für mich gibt es nicht DEN schönsten Kinobesuch. Was mich aber immer sehr berührt hat, waren die „Rico“-Vorstellungen, denn es gibt kein ehrlicheres Publikum als Kinder. 

Können Sie sich an einen Kinobesuch erinnern, der Ihnen auf besondere Weise verleidet wurde?

Neele Leana Vollmar: Das, was mir einen Kinobesuch verderben kann, sind kommentierende und Chips essende Nachbarn.

Welchen Film haben Sie zuletzt im Kino gesehen?

Neele Leana Vollmar: „In die Sonne schauen“.

Welchen Film haben Sie am öftesten gesehen?

Neele Leana Vollmar: Da gibt es viele, einige davon sind: „Call Me By Your Name“, „Aftersun“, „Little Miss Sunshine“, „Szenen einer Ehe“, „Pappa Ante Portas“, „21 Gramm“, „Das Fest“, „Alles über meine Mutter“ und auch „Dirty Dancing“.

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Schon Neele Leana Vollmars Mutter war Bergman-Fan: „Szenen einer Ehe“ von Ingmar Bergman mit Erland Josephson und Liv Ullmann (Credit: IMAGO / United Archives)

Gibt es ein Guilty-Pleasure?

Neele Leana Vollmar: Ich habe gerade mit meinem Sohn wieder den alten „Top Gun“ gesehen – und das nicht nur einmal.

Welchen Film Ihres Lieblingsregisseurs mögen Sie überhaupt nicht?

Neele Leana Vollmar: Es gibt viele Regisseure und Regisseurinnen, die ich bewundere. Und alle von denen haben auch mal Filme gemacht, die mir nicht gefallen haben.

Auf welchen Kinofilm freuen Sie sich besonders?

Neele Leana Vollmar: „Father Mother Sister Brother“ von Jim Jarmusch.

Gibt es eine besondere Filmentdeckung, die Sie in jüngster Zeit gemacht haben?

Neele Leana Vollmar: Keine wirkliche neue Entdeckung, aber ich habe seit langer Zeit mal wieder „Der Geschmack von Rost und Knochen“ von Jacques Audiard gesehen. Immer wieder großartig!

Gibt es einen Filmklassiker, den Sie bis heute nicht gesehen haben, den Sie aber unbedingt sehen wollen?

Neele Leana Vollmar: „The Lobster“ von Yorgos Lanthimos.

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Julianne Moore in „Magnolia“ von Paul Thomas Anderson (Credit: IMAGO / Allstar)

Gibt es einen Filmklassiker, den Sie gerne selbst gemacht hätten?

Neele Leana Vollmar: „Magnolia“ von Paul Thomas Anderson.

Warum muss man Ihren aktuellen/neuen/jüngsten Film unbedingt im Kino sehen?

Neele Leana Vollmar: Weil es ein Film über die Liebe ist. Eine Liebeserklärung an eine lange Liebe. 

Was soll Ihr nächster Film werden?

Neele Leana Vollmar: Nach „Levi Strauss“ und „Dann passiert das Leben“ bin ich noch in der „Erholungsphase“, was ich sehr genieße.

Kino bedeutet für Sie…

Neele Leana Vollmar: In eine andere Welt abzutauchen, für kurze Zeit zu verschwinden, sich entführen zu lassen und im besten Fall diese Gefühle noch eine lange Zeit danach immer wieder abrufen zu können.

„Dann passiert das Leben“

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„Dann passiert das Leben“ von Neele Leana Vollmar (Credit: Majestic/Daniel Gottschalk)