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Nordische Filmtage feierlich mit „Therapie für Wikinger” eröffnet, Drehbuch-Stipendien vergeben


Am Mittwoch haben die dänischen Spitzen-Produzentinnen Sisse Graum Jørgensen und Sidsel Hybschmann mit ihrem Projekt „Therapie für Wikinger” und Schauspieler Søren Malling die 67. Nordischen Filmtage eröffnet. Der Norweger Bent Hamer erhielt den Ehrenpreis, die beiden Drehbuch-Stipendien wurden ebenso schon vergeben.

Nordische Filmtage 2025
V.l.: Nordische Filmtage Eröffnung 2025 mit Susanne Kasimir, Sidsel Hybschmann, Sisse Graum Jørgensen, Søren Malling und Thomas Hailer (Credit: O. Malzahn /NFT)

Die 67. Nordischen Filmtage sind am Mittwoch in Lübeck mit der deutschen Premiere der superunterhaltsamen, aber auch emotionalen dänischen Crime-Komödie „Therapie für Wikinger” (THE SPOT-Review) würdig eröffnet worden. Der Anders-Thomas-Jensen-Film war repräsentiert von den beiden Produzentinnen Sisse Graum Jørgensen und Sidsel Hybschmann von Zentropa sowie einem der Hauptdarsteller: Søren Malling.

Die deutschen Verleih-Partner Neue Visionen und Splendid Film von „Therapie für Wikinger”, in dem Mads Mikkelsen und Nikolaj Lie Kaas ein ungleiches Brüderpaar spielen, gaben sich auch die Ehre. Der deutsche Kinostart ist am 25. Dezember. Knapp 200 Filme werden in den kommenden Tagen bei den Nordischen Filmtagen mit einem Fokus auf den skandinavischen und baltischen Raum bis Sonntag auf der Kinoleinwand gezeigt – und sind darüber hinaus auch in einer Auswahl noch weiter eine Woche auf dem Streaming-Portal anzusehen.

Der Künstlerische Leiter Thomas Hailer, der im kommenden Jahr in einem sanften Übergang den Staffelstab an Hannah Reifgerst weitergibt, und die Geschäftsführerin Susanne Kasimir begrüßten die Gäste zu Anfang, bedankten sich bei den Partnern, insbesondere der Stadt Lübeck, aber auch Cinestar-Geschäftsführer Oliver Fock und der Cinestar-Lübeck Stadthalle, in der ein Großteil der Festival-Vorführungen jedes Jahr stattfinden können.

„Bestens für die Zukunft aufgestellt”

„Über das gesamte Festival hinweg erwarten wir wunderbare Gäste und die Nachfrage bei den Tickets ist schon jetzt überwältigend,“ sagten Thomas Hailer und Susanne Kasimir von der Festivalleitung, „als eine von zwei Großveranstaltungen der Hansestadt Lübeck sind die Nordischen Filmtage nach erfolgreicher Neustrukturierung bestens für zukünftige Herausforderungen aufgestellt“.

Nordische Filmtage 2025
Ehrenpreisträger Bent Hamer (Mitte) mit dem Künstlerischen Leiter Thomas Hailer und Laudator Jim Stark (Credit: O. Malzahn /NFT)

Die Laudatio auf den norwegischen Ehrenpreisträger Bent Hamer, der Insidertipp-Filme wie „Kitchen Stories” oder „O’ Horten” drehte, hielt der US-amerikanische Produzent und Drehbuchautor Jim Stark. „Ich habe mit vielen sehr guten Regisseuren zusammengearbeitet, aber der beste war Bent Hamer. Den gemeinsam mit ihm gemachten Film ‚Factotum‘ mit Matt Dillon in der Hauptrolle, der in Cannes Weltpremiere feierte, gehört zu meinen liebsten Filmerfahrungen.”

Ehrenpreisträger mit den größten Komödien-Regisseuren verglichen

Bent Hamers Filme seien herzerwärmend, voller Ironien und poetischem Humor. „Er steht in einer Tradition mit Charlie Chaplin, Buster Keaton, Roy Andersson, Aki Kaurismäki und Jim Jarmusch”, sagte Stark über den norwegischen Filmemacher, der für seinen ersten Langfilm „Eggs” direkt zwei Preise in Lübeck gewann.

Nordische Filmtage 2025
Filmtage-Geschäftsfüherin Susanne Kasimir überreicht einen der ikonografischen Backstein-Preise an Kristina Dreit und Felix Röben, die ein Drehbuch-Stipendium gewannen (Credit: O. Malzahn /NFT)

Hamer selbst, der auch schon mit seinen Kurzfilmen bei den Nordischen Filmtagen gezeigt wurde, war sichtlich gerührt und erzählte unter anderem davon, wie er einmal einen seiner Filme wortwörtlich in einer Lübecker Bar vergaß, wo die Filmrolle aber auch wiedergefunden wurden.

Drehbuch-Stipendien gehen an Kristine Dreit, Felix Röben & Laurens Pérol

Neben dem Ehrenpreis wurden auch bereits die beiden mit 35.000 Euro dotierten Drehbuchstipendien von der Possehl-Stiftung durch eine dreiköpfige Jury vergeben. Das erste Lübecker Drehbuchstipendium des Abends ging an Kristina Dreit und Felix Röben für ihr Projekt „Deep Blue Screen”. Drehbuchstipendium Nummer zwei ging an Laurens Pérol für seinen norwegisch-deutschen Stoff „Electrified” aka „Unter Strom”.

Nordische Filmtage 2025
Laurens Pérol gewinnt mit seinem norwegisch-deutschen Stoff „Electrified” aka „Unter Strom” (Credit: O. Malzahn /NFT)

Im gleichen Atemzug gab die Stiftung bekannt, dass auch die kommenden drei Jahre Förderung von den Drehbuch-Stipendien sichergestellt seien. Das bereitgestellte Gesamtvolumen betrage sogar 465.000 Euro. Moderatorin Loretta Stern führte wie gewohnt souverän durch die Lübecker Veranstaltung.