Die Schweizer Komponistin wird für ihre Musik zu Max Carlo Kohals Dokumentarfilm „Vracht“ im Rahmen des DOK.fest München mit dem Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis ausgezeichnet.
Die Schweizer Komponistin Mirjam Skal wird im Rahmen des DOK.fest München am 11. Mai in der HFF München mit dem Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreis ausgezeichnet, der von der Versicherungskammer Kulturstiftung gestiftet wird und mit 5.000 Euro dotiert ist.
Wie das DOK.fest München heute mitteilt, erhält Skal, die auch schon die Musik zu zwei „Tatorten“ aus Zürich geschrieben hat und u.a. bei der Televisionale mit dem Rolf-Hans Müller Preis für beste Filmmusik geehrt wurde, die Auszeichnung für ihre Musik zu Max Carlo Kohals „Vracht“.
Darin wird die Geschichte des jungen Matrosen Rudmer erzählt, der auf einem Containerschiff arbeitet und davon träumt davon, eines Tages selbst Kapitän zu werden. Als der Neuankömmling Tycho an Bord kommt, ärgert sich Rudmer über die Faulheit seines Kollegen. Er versucht, Tycho zu motivieren, doch der verlässt das Schiff. Seinen Platz nimmt Leanne ein, zu der Rudmer schnell Vertrauen aufbaut. Doch ihre Nähe währt nur kurz.
Zur Begründung der Auszeichnung für Mirjam Skal sagt die Jury, die aus der Vorjahresgewinnerin des Deutschen Dokumentarfilm-Musikpreises, Atena Eshtiaghi, dem Kurator und Publizist Sebastian Höglinger, dem Komponist Markus Lehmann-Horn, dem Regisseur und Produzent Benedikt Schulte sowie der Musikjournalsitin Ann-Kathrin Mittelstraß bestand: „Was fühlt ein Frachtcontainer? Gemächlich, doch unbeirrbar auf Kurs fährt das Containerschiff ‚Panerai‘ den Rhein rauf und runter. An- und Ablegemanöver, Verladelogistik und Instandhaltungsarbeiten prägen den Arbeitsalltag an Bord. Die hochsensible, reduzierte Filmmusik von Mirjam Skal führt uns tiefer in diese raue und fremde Welt, als die Bilder allein es könnten. Sie definiert Timing und Atmosphäre des Films. Musik und Geräusche können uns Dinge spüren lassen, die für das Auge verborgen bleiben. Wir hören Klänge, die von Stahl, Wind und Wetter inspiriert sind und die Frachtcontainer zum Leben erwecken.Das Zusammenspiel von visueller und akustischer Ebene ist in ‚Vracht‘ perfekt gelungen.So erleben wir einen immersiven Augen- und Ohrenfilm, in dem die individuellen künstlerischen Stimmen von Regie, Kamera, Schnitt und Musik zu einer Harmonie geworden sind. Nun können wir die Container besser verstehen.“
Das 40. DOK.fest München findet von 7. bis 18. Mai vor Ort statt. Ein Großteil der 105 Filme aus dem Festivalprogramm, das am 29. April bekannt gegeben wird, wird außerdem von 12. bis 25. Mai online zu sehen sein.