Zum Abschluss des 42. Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln wurden gestern in Dortmund fünf Preise verliehen. Die Auszeichnung im Internationalen Spielfilmwettbewerb ging an Rima Das‘ „Village Rockstars 2“.

Rima Das‘ „Village Rockstars 2“ ist zum Abschluss des 42. Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln gestern Abend in Köln mit dem mit 15.000 Euro dotierten Preis im Internationalen Spielfilmwettbewerb ausgezeichnet worden.
Die aus der afroamerikanischen Regisseurin Julie Dash, der deutschen Regisseurin Yasemin Samdereli sowie der Programmleiterin des Seoul International Women’s Film Festival, Hei-rim Hwang, bestehende Jury sagt über das Sequel über eine junge Frau, die davon träumt, Musikerin zu werden: „Dieser Preis geht an eine Filmemacherin, die uns mit ihrem außergewöhnlichen Talent des visuellen Erzählens beeindruckt hat. Mit dieser Auszeichnung wird eine Frau gewürdigt, die ohne Ausbildung von einer Filmhochschule sich ihre künstlerische Stimme und Praxis selbstständig erarbeitet und entwickelt hat. Über einen Zeitraum von sieben Jahren hat sie die Herkulesaufgabe gemeistert, die Lebensrealität ihrer Protagonistinnen unglaublich zärtlich, präzise und mutig einzufangen. Dabei zeigt sie uns die Brutalität und Unberechenbarkeit der Natur sowie den Kampf, den kleine Landbesitzer*innen gegen große Unternehmen führen müssen. Als Regisseurin, Produzentin, Drehbuchautorin und Kamerafrau porträtiert sie Teil ihrer Herkunft und die Verbundenheit, die sie zu der Region Assam und den Menschen dort hat.“
Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro wird zwischen der Regisseurin (10.000 Euro), die die Auszeichnung nicht persönlich entgegennehmen konnte und sich mit einer Videobotschaft für die Auszeichnung bedankte, und dem deutschen Verleih des Films, der noch nicht feststeht, aufgeteilt.
Die weiteren Preisträger
Insgesamt wurden beim Internationalen Frauen Film Fest Dortmund+Köln fünf Preise im Gesamtwert von 22.000 Euro vergeben.
Der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis der Sparkasse Dortmund ging an Hind Meddebs „Sudan, Remember“, der auf dem Festival seine Deutschlandpremiere gefeiert hatte.
Der zum sechsten Mal vergebene ECFA Short Film Award für den besten europäischen Kurzfilm für Kinder ging an Lore Mechelaeres dokumentarischen Animationsfilm „Hannah und das Krokodil“. Ebenfalls zum sechsten Mal vergeben wurde der Shoot KHM & IFFF Dortmund+Köln Nachwuchspreis für Künstler*innen der KHM, den Lisa Bühl für „El Sueño“ über eine Gruppe von Kindern an der kolumbianischen Pazifikküste erhielt.
Seine Premiere auf dem IFFF feierte in diesem Jahr der Female Gaze – CineOne & sPOTTlight Nachwuchspreis für Bildgestalter*innen in NRW. Der mit 5.000 Euro dotierte Sachpreis ging an Zoe Dumas, Absolventin der ifs internationale filmschule Köln, für die Bildgestaltung ihres Abschlussfilms „El Mártir“ ausgezeichnet.
Zum Abschluss der 42. Festivalausgabe erklärte Maxa Zoller, Künstlerische Leiterin des IFFF: „Die Intensität der Debatten und die hohe Wertschätzung, die wir vom Publikum für unser diesjähriges Programm erfahren haben, ist ein Spiegel der Dringlichkeit, die aktuelle Weltlage mithilfe von Filmen zu reflektieren und viele Stimmen zu hören. Dabei ist der Rückgriff in die Filmgeschichte essentiell: ‚there is no future without a past’. Wir haben den Generationswechsel geschafft – Publikum und Filmschaffende der nächsten Generation nehmen uns als wichtigen und kreativen Ort von Filmkunst und Austausch wahr. Dabei verzahnen sich beide Filmszenen – global und lokal – bei uns aufs Beste. Lüttgendortmund UND Manila. Köln UND Windhoek – dafür steht das IFFF Dortmund+Köln mehr denn je.“
Das 43. Internationale Frauen Film Fest Dortmund+Köln findet im kommenden Jahr von 21. bis 26. April in Köln statt.