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Hauptpreis bei Visions du Réel geht nach Argentinien


Clarisa Navas ist für ihre Langzeitdokumentation „The Prince of Nanawa“ beim Schweizer Visions-du-Réel-Filmfestival mit dem Hauptpreis ausgezeichnet worden. Deutscher Koproduzent ist die Berliner Autentika Films von Paulo de Carvalho und Gudula Meinzolt.

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„The Prince of Nanawa“ erhielt bei der gestrigen Preisverleihung des Visions-du-Réel-Filmfestival den Hauptpreis (Credit: Visions du Reel)

Der mit 20.000 Schweizer Franken dotierte Hauptpreis des Schweizer Visions-du-Réel-Filmfestival geht in diesem Jahr nach Argentinien. Bei der gestrigen Preisverleihung wurde Clarisa Navas für ihren Dokumentarfilm „The Prince of Nanawa“ ausgezeichnet, für den sie Ángel, einen charismatischen Jungen mit einer großen Liebe zu seinen Guarani-Wurzeln und einer Vision für seine paraguayische Heimatstadt Nanawa ein Jahrzehnt lang begleitet hat. Deutscher Koproduzent ist die Berliner Autentika Films von Paulo de Carvalho und Gudula Meinzolt.

In der Burning Lights Competition ging die mit 10.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung des Schweizer Dokumentarfilmfestivals an „The Vanishing Point“ von Bani Khoshnoudi. Darin durchbricht die iranische Filmmacherin, deren Film über die Grüne Bewegung von 2009 verboten wurde, das jahrzehntelange Schweigen ihrer Familie über einen Cousin, der während der Säuberungen 1988 in politischer Gefangenschaft hingerichtet wurde. Dabei stellt sie ihre persönliche Geschichte in einen größren Zusammenhang und stößt mit ihrem Film einen so kraftvollen wie tränenreichen Schrei aus, der von einem unstillbaren Hunger nach Freiheit kündet.

Im Nationalen Wettbewerb erhielt „Les Vies d’Andrès“ von Baptiste Janon und Rémi Pons die mit 15.000 Schweizer Franken dotierte Auszeichnung. Inspiriert von B. Travens Roman über das Leben von Andres Ugalde, einem Fuhrmann im vorrevolutionären Mexiko der 1920er Jahre, erzählt der Film von seinem heutigen Wiedergänger, einem Lkw-Fahrer, der für ein kleines europäisches Transportunternehmen arbeitet. Gefangen in einer Jagd nach Profit, ist der hart arbeitende „Andrès“ Teil eines Systems, das die Männer auslaugt, die es am Laufen halten – was am Ende zum Zusammenbruch des Systems selbst führt.

Der FIPRESCI Preis des Visions-du-Reel-Filmfestival ging an David Bims „To the West, in Zapata“ über Landi und Mercedes, die im Sumpfgebiert von Zapata, einem Biosphärenreservat auf Kuba, leben. Um ihr krankes Kind zu ernähren, muss Landi heimlich Krokodile jagen und dafür Frau und Sohn tagelang allein zurücklassen. „To the West, in Zapata“ begleitet eine liebevolle Familie durch soziale Unruhen und eine globale Pandemie, während sie in einem ständigen Kreislauf aus Trennung und Wiedervereinigung extreme Maßnahmen ergreift, um zu überleben.

Alle Gewinner des Visions-du-Réel-Filmfestival im Überblick