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Friedrich-Baur-Goldpreis geteilt


Der in Hof vergebene Friedrich-Baur-Goldpreis, mit 35.000 Euro höchstdotierter Regie-Nachwuchspreis in Deutschland, wurde dieses Jahr geteilt. Dominik Graf, der die Auswahl der Preisträger übernommen hat, verlieh ihn an Ina Balon für „Plan F“ und Alexander Conrads für „Zusammen ist man weniger getrennt“.

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Alexander Conrads und Ina Balon in Hof (Credit: @melina.seitz.photography by Melina Seitz)

Der bei den Internationalen Hofer Filmtagen vergebene Friedrich-Baur-Goldpreis, der die Regie eines Langfilmdebüts ehrt, wurde dieses Jahr geteilt. Filmemacher Dominik Graf sprach die mit 35.000 Euro dotierte Auszeichnung an Ina Balon für „Plan F“ und Alexander Conrads für „Zusammen ist man weniger getrennt“ aus.

In der Begründung von Dominik Graf heißt es: „Gewonnen haben letztendlich zwei Filme. Es ging nicht anders, sie waren in ihrer Gelungenheit zu nah beieinander, ich konnte mich nicht entscheiden. (…). Familie ist dieses Jahr das große Thema. Aber wann wäre es das nicht… dieses Jahr wohl aber sehr explizit. Es handelt sich bei Film Nr. eins um Ina Balons Familien-Kampfplatz ,Plan F‘. Hier bekämpfen sich zwei Schwestern (…).

Da ist etwas Uferloses, sich Wegschmeißendes, Exzessives in diesem Erstlingsfilm, das mir sehr imponiert. Fantastische Darstellerinnen, auch hier natürlich die zwei Frauen zuerst zu nennen, Bärbel Schwarz, Ursula Renneke – aber auch die Nebenrollen, Florian Stetter, Jörg Malchow, Christoph Eckert usw. Und ich darf hier noch ein spezielles Qualitätsurteil hinzufügen, das ich vor Kurzem auf einer Klaus Lemke-Internet-Kritik geklaut haben – dieser Film ist so etwas, wie ein frisches Bier im richtigen Moment‘. 

Der zweite Gewinner für mich der Film ,Zusammen ist man weniger getrennt‘ von Alexander Conrads. Er versucht in vielen Momenten dialogisch sehr lustig – wie ich fand – und sehr liebevoll alltäglich die unmögliche Balance einer verlorenen Liebe als nominell getrenntes Paar (…) auszutarieren. Der Film holt aus dieser eingefrorenen Lebenssituation wirklich sehr viel raus, geglückte Szenen wie an einer Perlenkette. Ich liebe die Schauspieler, alle, nicht nur Hauptdarsteller Abenaa Prempeh als ex-vielversprechende Jungfotografin Sophie, und Konstantin Gerlach als um Lebensunterhalt strampelnder Schauspieler Jojo. Mit dabei ist auch Johanna Gastdorf und Amer El-Erwadi als Eltern, Amelie Barth als kurzzeitiger Love Interest und Zoe Lara Löhmann als die sehr jugendliche Nachbarin, die Sophie an ihrem turbulenten Beziehungsleben teilhaben lässt. Alle sind sie blendend, auch hier durchzieht die Figuren pausenlos eine Sehnsucht nach etwas anderem, aber nach was?“

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Bei der Verleihung des Friedrich-Baur-Goldpreis 2025 mit Dominik Graf (r.), der dieses Jahr die Preisträger bestimmt hat (Credit: @melina.seitz.photography by Melina Seitz)

Überreicht wurde der Preis von Hans-Peter Friedrich, Beirat der Friedrich-Baur-Stiftung, MdB und Bundesminister a.D.

Der Friedrich-Baur-Goldpreis wird seit 2018 bei den Internationalen Hofer Filmtagen vergeben. Die Auszeichnung besteht aus einem zertifizierten Goldbarren im aktuellen Wert von insgesamt 35.000 Euro und ist damit der höchstdotierte Regie-Nachwuchspreis in Deutschland. Der Preis wird von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in memoriam des verstorbenen Gründers der Filmtage Heinz Badewitz für die beste Regieleistung bei einem ersten Langspielfilm verliehen und ist verbunden mit einem Mentoring über ein Jahr. Zu dem Friedrich-Baur-Goldpreis wird eine Stehle „Heinz-Badewitz-Preis“, die in der Designfachschule Selb entworfen wurde, übergeben.