Beim Festival des deutschen Films in Ludwigshafen wurden am Wochenende die letzten Preise vergeben. Zum Abschluss des Festivals konnte ein Besucherplus gegenüber 2024 bilanziert werden.

Rund 131.000 Tickets sind für die 327 Vorstellungen und 124 Filmgespräche des Festival des deutschen Films in Ludwigshafen, das gestern zu Ende gegangen ist, verkauft worden. Wie die Organisatoren jetzt bekannt gaben, entspricht dies einem Plus von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl von 484 Fachbesuchern habe sogar um 20 Prozent über der von 2024 gelegen. Hinzu kamen rund 4.000 Ehrengäste, so dass bei dem 19-tägigen Festival insgesamt rund 135.000 Besucher gezählt wurden.
Festivalintendant Michael Kötz: „Auf der Parkinsel am Rhein ist man niemals allein. Nicht im Kino, nicht in der Festivalgastronomie oder in den Gesprächszelten. Bewusst setzten wir mit unserem Programm den Rahmen, um sich zu begegnen und auszutauschen. Die Menschen lieben ihr Festival und es kommen immer mehr, wobei übrigens auch immer mehr jüngere Besucher dabei sind. Denn was gibt es Schöneres, als einen guten Film mit 1.000 Menschen zu sehen und dann am Rhein zu sitzen und sich darüber bei einem kühlen Getränk auszutauschen.“
Preisverleihung
Nach dem Preis für Schauspielkunst an Rainer Bock und Uwe Ochsenknecht während des Festivals wurden am Wochenende in Ludwigshafen weitere Preise vergeben. So ging der Filmkunstpreis für den besten Film an Kirill Serebrennikows „Das Verschwinden des Josef Mengele“, Mascha Schilinskiwurde für ihren Cannes-Beitrag und deutschen Oscarkandidaten „In die Sonne schauen“ mit dem Filmkunstpreis für die beste Regie ausgezeichnet, Moritz Binder für „September 5“ mit dem Filmkunstpreis für das beste Drehbuch.
Die Ludwigshafener Auszeichnung erhielten die Produzentin von Christina Tournatzés‘ „Karla“, Melanie Blocksdorf, Saskia Rosendahl für die schauspielerische Leistung in Ina Weisses „Zikaden“ sowie Kai Wessel für die Regie von „An einem Tag im September“. Die Kinderjury des Festival des deutschen Films hat den Goldenen Nils an Norbert Lechners „Das geheime Stockwerk“ vergeben.
Zwei Filme kürte das Festivalpublikum ex aequo zu ihren Favoriten: Joachim Langs „Cranko“ und „Theken-Cowboys“ von Orlando Klaus & Alexander Wipprecht.