Dass „Sentimental Value” das Around the World in 14 Films Festival in diesem Jahr eröffnet, war bereits bekannt. Jetzt stehen auch alle Wettbewerbsfilme und Specials der 20. Ausgabe fest: Von „Silent Friend” über Jafar Panahi bis „Nouvelle Vague”.
Von Ildikó Enyedi, Park Chan-wook, Radu Jude, Jafar Panahi bis Naomi Kawase, Richard Linklater, Joachim Trier oder Kristen Stewart: Das 20. Berliner Weltkinofestival Around the World in 14 Films präsentiert in seinem Wettbewerb der „14 Filme“ sowie Specials große Namen des Weltkinos und aufregende Entdeckungen der Filmfestivalsaison.
Der Festivalname spiegelt sich in der Wettbewerbsreihe der „14 Filme“: 2025 zeigt das Filmfest in seinem cineastischen Jahresrückblick internationale Festivalhits und Überraschungen von sechs Regisseurinnen und acht Regisseuren aus Kolumbien, USA, Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Georgien, Marokko, Iran, China, Thailand und Japan.
„Silent Friend”, Jafar Panahi und Kristen Stewart dabei
Zu den preisgekrönten und viel diskutierten Werken gehören u.a. „Silent Friend“ der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi, der als „German Preview“ gezeigt wird. Neben Tony Leung Chiu-wai, Star vieler Meisterwerke von Regisseur Wong Kar-Wai, sind Léa Seydoux, die in Venedig ausgezeichnete Luna Wedler und Enzo Brumm in Hauptrollen zu erleben.
Mit „Ein einfacher Unfall“ von Jafar Panahi unterstreicht das Festival seine 20-jährige Wertschätzung für das iranische Filmschaffen. Das Drama stellt mit unerbittlicher Klarheit moralische Fragen nach Wahrheit und Ungewissheit, Rache und Gnade – und ist Frankreichs Oscar-Einreichung als „Best International Feature Film“ 2026. Jafar Panahi erhielt für den Film in Cannes 2025 die Goldene Palme.
„The Chronology of Water“ ist das Regiedebüt der Schauspielerin Kristen Stewart. Das romantische Filmdrama basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman der ehemaligen Schwimmerin und heutigen Schriftstellerin Lidia Yuknavitch.
Das Festival präsentiert vom 28. November bis 6. Dezember 24 Werke („14 Filme“ und zehn Specials) als Berlinpremieren inklusive drei Deutschlandpremieren („Calle Malaga – Ein Zuhause in Tanger“, „Resurrection” und „No other Choice”).
Neun offizielle Oscar-Beiträge im Programm
Neun Festivalbeiträge sind Oscar-Einreichungen („Best International Feature Film“ 2026); vier Werke wurden vom Medienboard Berlin-Brandenburg gefördert und elf von Arte kofinanziert. Festivalkinos sind das Kino in der KulturBrauerei sowie die Kinos delphi LUX und Neues Off.
Premium Partner 2025 sind der Audiospezialist beyerdynamic, das Medienboard Berlin-Brandenburg, Arte und CineStar. Der Ticketverkauf startet am 7. November ab Nachmittag.
Die 14 Beiträge des Wettbewerbs „14 Filme“:
• “A Poet”, R. Simón Mesa Soto (Kolumbien)
• “The Chronology of Water”, R. Kristen Stewart (USA)
• “I Only Rest in the Storm”, R. Pedro Pinho (Portugal),
• “Romería”, R. Carla Simón (Spanien)
• „Die jüngste Tochter“, R. Hafsia Herzi (Frankreich)
• „Silent Friend“, R. Ildikó Enyedi (Deutschland/Ungarn)
• „Orphan“, R. László Nemes (Ungarn)
• „Dry Leaf“, R. Alexandre Koberidze (WCF Berlinale Georgien)
• „Calle Malaga – Ein Zuhause in Tanger“, R. Maryam Touzani (Marokko)
• „Ein einfacher Unfall“, R. Jafar Panahi (Iran)
• “Resurrection”, R. Bi Gan (China)
• “A Useful Ghost”, R. Ratchapoom Boonbunchachoke (WCF Berlinale Thailand),
• „Yakushima’s Illusion“, R. Naomi Kawase (Japan, Frankreich)
• „Two Seasons, Two Strangers”, R. Sho Miyake (Japan).
Eine Jury wählt einen Beitrag der „14 Filme“ für den „BASIS Berlin Postproduction Award für Beste Regie“ aus, der am 6. Dezember verliehen wird.
Der Wettbewerb der „14 Filme“ wird ergänzt durch zehn Specials. Neben dem Eröffnungsfilm „Sentimental Value“ von Norwegens Regiewunder Joachim Trier verspricht das 7. „Berlinale Spotlight: World Cinema Fund“ herausragende Festivalentdeckungen, die mit Unterstützung des World Cinema Fund der Berlinale realisiert wurden.
Das Programm des „Berlinale Spotlight: World Cinema Fund“ wird ergänzt durch „Zafari“ (2024), eine dystopische schwarze Komödie der Regisseurin Mariana Rondón aus Venezuela. Das Festival präsentierte bereits ihr Werk „Pelo Malo“ („Bad Hair“, 2013).
Weiter widmet das Festival je eine Hommage den Regisseuren Radu Jude, Rumänien („Dracula“), Lav Diaz, Philippinen („Magellan“), und Park Chan-wook, Südkorea („No other Choice“). Das Special „German Cinema“ öffnet die Leinwand für Ulrich Köhlers „Gavagai“.
Den spektakulären Abschluss bildet am 6. Dezember „Nouvelle Vague“. US-Star Richard Linklater erzählt in seiner auf 35mm gedrehten Regiearbeit die turbulente Entstehungsgeschichte von Jean-Luc Godards „Außer Atem“.