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KINO&ICH: „Macht das Projekt zu Eurem Projekt“


Vor rund vier Monaten ist die Plattform KINO&ICH an den Start gegangen. Zeit für Initiatorin Claudia Overath, eine erste Bilanz zu ziehen – und auch im Rahmen der Filmwoche München für noch mehr Mitwirkung zu werben. 

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Voll motiviert: Dreh für KINO&ICH im Burgtheater Ratzeburg (Credit: KINO&ICH)

„Ihr habt mein Leben verändert!“ Klingt wie ein Klischee, entstammt aber tatsächlich einer Mail, die Claudia Overath unlängst erhalten hat. Von jemandem, der erst über KINO&ICH darauf aufmerksam wurde, welche Berufschancen sich in einem Metier bieten, das ihm offenbar stärker am Herzen liegt als seine momentane Tätigkeit. Ob die Euphorie in einer neuen Anstellung mündet, ist derzeit noch offen – aber für die Initiatorin der Plattform ist die Reaktion jedenfalls „ein Geschenk“. Denn sie ist Bestätigung dafür, dass KINO&ICH genau das erreichen kann, was sie sich 2023 zum Ziel gesetzt hatte, als die Idee in ihr gereift war: Eine Anlaufstelle zu bieten, die nicht etwa nur Jobbörse ist. Sondern die der Außendarstellung einer Branche dient, die keineswegs nur Supermarkt für Filme ist, die Berufsbilder weit abseits des Ticket- und Popcornverkaufs kennt. Die für Vielfalt auf der Leinwand ebenso steht wie für Vielfalt der Tätigkeiten. Eine Anlaufstelle, die Menschen auf einen neuen – auch ungeahnten – Karriereweg in einer Branche führen kann, die in der Wahrnehmung grundsätzlich enorm positiv belegt ist, bei der sich das Wissen über die Abläufe hinter den Kulissen jedoch oft in engen Grenzen hält.

Was kann Claudia Overath rund vier Monate nach dem Start im September 2024 also grundsätzlich über die Resonanz sagen? Vor allem, dass sie grundsätzlich ausgezeichnet sei – von allen Seiten. Die Auswertungen würden zeigen, dass das Konzept, konkrete Jobangebote mit einer generellen Branchendarstellung und Erfahrungsberichten zu paaren, greife. Während Overath zum Zeitpunkt unseres Gesprächs gerade zwei ehemaligen Absolventen des von ihr geleiteten rmc-Fortbildungskurses die Daumen für anstehende Bewerbungsgespräche drückte, sieht sie einen vielversprechenden Anfang gemacht. Auch dank der Außenwirkung, die mittels einer Kampagne erzielt worden sei, die sich auf sozialen Medien ebenso abgespielt habe wie auf über 500 Leinwänden.

Allein über die Trailerkampagne habe man 4,6 Mio. Menschen erreicht, weitere rund 750.000 kamen zum Stand Ende Dezember über Meta und TikTok, wo zusammen knapp 1,5 Mio. Impressions erzielt wurden. Wichtigste Größenordnung sind unterdessen die direkten Website-Aufrufe – und dort stand man unmittelbar nach dem Jahreswechsel davor, die ersten 20.000 zu komplettieren. Bei den Newsletter-Anmeldungen sei zwar noch Luft nach oben – die Dreistelligkeit war zum Jahreswechsel noch knapp nicht erreicht – allerdings sei das keineswegs unerwartet. „Schließlich sind Hauptzielgruppe des Newsletters Menschen, die schon sehr konkret mit einer neuen Anstellung innerhalb der Kinobranche liebäugeln“, so Overath, die aber auch betont, dass es selbstverständlich „viel Zeit und Aufwand“ erfordere, um KINO&ICH hinzubringen, wohin es sich entwickeln solle. Schließlich stehe man noch am Anfang. Vor allem bedürfe es der vollen Unterstützung der Branche.

„Bislang haben sich schon rund 200 Standorte registriert, was großartig ist – aber wir wollen natürlich alle“, so Overath, die dafür wirbt, schon jetzt auch dann zur Außendarstellung der Branche beizutragen, wenn man aktuell (noch) keine Stellen zu besetzen habe. „Macht das Projekt zu Eurem Projekt“, so ihr Aufruf. Erforderlich ist dafür außer etwas Zeit nicht viel, vor allem ist die Nutzung von KINO&ICH noch kostenlos. Ob das auf Dauer so bleiben kann, hängt natürlich davon ab, inwieweit das Projekt auf Förderung, auf Partner und auf Sponsoren bauen kann, finanziell muss es sich schließlich tragen. Die Filmwoche München will Overath (unter anderem mit einem Slot im Kino 7 am Mittwoch um 18 Uhr) jedenfalls intensiv nutzen: Um zu zeigen, was KINO&ICH alles leisten kann. Um zu demonstrieren, wie Kinos selbst auf ein Tool aufmerksam machen können, das ihnen direkt dient. Und um branchenintern noch mehr Begeisterung für eine Plattform zu schaffen, die der Branche ein Gesicht gibt. Am liebsten – auch mit Blick auf das neue Kinojahr – natürlich ein hoffnungsfrohes.